Der Pensionsfonds hat dem “Kommersant-Ukraine“ sein Vorhaben mitgeteilt, Verträge mit Banken aufzulösen, welche die Auszahlung der Renten verzögern. In den nächsten Tagen haben neun Kreditinstitute, bei denen die Zentralbank eine Zwangsverwaltung eingeführt hat, die größten Chancen ihre Rentnerkunden zu verlieren. Regionale Vertreter des Fonds betonen, dass in diesen Banken ein unbedeutender Teil der Rentner bedient wird und die Hauptunbequemlichkeit für die Rentner in der Beschränkung der Geldabhebung liegt.
Der Vorsteher der Leitung des Pensionsfonds (PFU), Alexej Sarudnyj, erklärte gegenüber dem “Kommersant-Ukraine“ seine Bereitschaft die Auszahlung von Renten über Banken, welche die Auszahlungen an die Rentner nicht pünktlich durchführen, einzustellen. Seinen Worten nach, soll bereits heute eine überbehördliche Kommission über die Auflösung von Verträgen mit Problembanken informieren. Der PFU-Leiter bekräftigte, dass bislang ein Verzicht auf eine Zusammenarbeit nur Institute mit einer Zwangsverwaltung durch die Zentralbank betrifft: “Sobald uns Rentner oder die NBU (Nationalbank der Ukraine) darüber informieren, dass es bei irgendeiner Bank Probleme gibt und dies sich auf die Auszahlung der Renten auswirkt, werden wir operativ die Fragen der Auszahlung über diese Bank entscheiden”. Derzeit befinden sich neun Banken unter Zentralbankverwaltung: die PromInvestBank, “Nationalnyj Kredit”, UkrPromBank, “Pritschernomorje”, “Kiew”, “Nadra”, die SachidInkomBank, die Odessa-Bank und die Transbank.
Alexej Sarudnyj präzisierte, dass die Verzögerung der Auszahlung der Renten aufgrund der Schuld der Banken vor allem in Dnepropetrowsk, Donezk, Kiew und Charkow festgestellt wurde. Am Vortag hatte der Leiter des Fonds mitgeteilt, dass die Mitarbeiter der PFU die Rentner über die Existenz von “problematischen und unzuverlässigen” Instituten informieren, dabei vorschlagend die Renten über die “UkrPoschta” oder Banken, die pünktlich ihren Verpflichtungen nachkommen, zu erhalten. Derzeit bedienen 94 Banken mehr als 30% der Rentner.
Die Leiter der Unterabteilungen des PFU betonen, dass sie die Rentner nicht dazu zwingen können ihre Konten zu anderen Banken zu übertragen, obgleich der PFU genügend Anträge für die Unterbrechnung der Auszahlung der Renten über Problembanken hat. Den Worten der Leiterin der Hauptverwaltung der PFU in der Oblast Nikolajew, Natalja Jefremowa, nach, gibt es bislang keine Problem mit der Ausgabe der Renten, doch die Banken verzögern die Auszahlung von Rücklagen, welche die Rentner innerhalb einiger Monate gebildet haben. “Die Rede geht von 2-5.000 Hrywnja (ca. 190-476 €). Der Fonds kann diese Summen nicht auf Konten anderer Banken überweisen. Bei der ‘Nationalnyj Kredit’ gibt es acht Rentner diese Art”, sagte sie. In der Oblast Sumy, begannen außer bei den Banken mit Zwangsverwaltung, noch bei der “Big Energy” (sic!) Bank von Ende 2008 an Probleme. “Einen Monat lang haben sie nichts ausgezahlt, die Leute standen in Schlangen, doch heute ist die Situation geregelt”, sagte der Stellvertreter des Leiters der Sumyer Unterabteilung des PFU, Jurij Boschtschenko.
Die Erste stellvertretende Leiterin der Hauptverwaltung des PFU auf der Krim, Natalja Subkowa, fügt hinzu, dass die Einführung von täglichen Abhebelimits durch die Problembanken Unbequemlichkeiten hinzufügt: “Es gibt bei den Rentnern auch hohe Pensionen – maximal mehr als 5.600 – 5.900 Hrywnja (ca. 533 € – 561 €). So müssen diese bei einem Limit von 1.000 Hrywnja fünf Tage laufen”.
Der Gesprächspartner des “Kommersant-Ukraine“ in der Vertretung des PFU in Wolhynien sagt, dass sie Probleme, neben der “Nadra” und der UkrPromBank, noch mit der Rodovid Bank haben, doch bei diesen werden nur wenige Rentner bedient: “Bei uns werden in der Privatbank 44%, bei der Oschtschadbank 38%, der ‘Raiffeisenbank Aval’ 8,8% und bei der ‘Nadra’ Bank insgesamt 2,6% bedient”.
Natalja Njeprjachina
Quelle: Kommersant-Ukraine
Forumsdiskussionen
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„"§ 107 Wahlbehinderung (1) Wer mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt eine Wahl oder die Feststellung ihres Ergebnisses verhindert oder stört ..." Hat mit seinem Anliegen irgendwie gar nix zu tun na...“
Bernd D-UA in Politik • Re: Der Ukraine droht ein schmerzhafter Abschied vom Donbass
„Toleranz ist das Stichwort und im Grunde befindet er sich zum großen Teil unter Gleichgesinnten und erkennt es nicht, sehr schade, allerdings sind seine Umgangsformen etwas eingeschränkt, was ebenso...“
Bernd D-UA in Nützliche und interessante Sachen • Re: Botschaftshinweise: Onlineeintragung in die "Deutschenliste" zur Krisenvorsorge
„@tombi Die Meinung anderer zu achten ist nicht so Dein Ding, Du musst sie ja nicht teilen. Dies ist aber eine grundlegende Regel einer Diskussion, daher macht die Diskussion mit Dir wenig Sinn, offensichtlich...“
Frank in Politik • Re: Der Ukraine droht ein schmerzhafter Abschied vom Donbass
„... keine macht den Drogen ... such dir mal Hilfe“
Tombi in Nützliche und interessante Sachen • Re: Botschaftshinweise: Onlineeintragung in die "Deutschenliste" zur Krisenvorsorge
„@tombi, das Land hat andere Probleme als Dir Deine Wahlunterlagen hinterher zu tragen. Soll auch so bleiben, kostet nur unnötig Steuergelder! Soweit alles Verstanden? Aha, wieder so ein Widerling der...“
Tombi in Politik • Re: Der Ukraine droht ein schmerzhafter Abschied vom Donbass
„Handrij, ich vermute Du bist ein FSB-Agent, da ich mit Euch Moördern nicht zusammen arbeiten möchte, und mir Deine Zensur zu peinlich ist: gehe ich, ich verlasse Dich & Deine Desinformation, deine...“
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„Wohl eher umgekehrt. Putin würde es aus Angst vor amerikanischen Atomwaffen niemals wagen Alaska oder andere US-Territorien direkt anzugreifen. Von angeblicher Rechtlosigkeit der dort noch ansässigen...“
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„Mich würde es Interessieren, ob die Amis sich auch raushalten, wenn der Zwerg Alaska besetzt oder Teilbesetzt. Es könnte ja zu einem Atomkrieg kommen, wenn die Amis Truppen schicken. Sie senden anscheinend...“