Alexander Turtschinow, der enge Mitstreiter Julia Timoschenkos, könnte für den Versuch über die Staatsreserve eine große Menge Gas zu verringerten Preisen zu verkaufen, zur Verantwortung gezogen werden. Im Jahre 2009 bewilligte er ein Schema bei dem Gas zum Preis von 500 Hrywnja (50 €) für tausend Kubikmeter verkauft werden sollte.
Die Generalstaatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren in der Sache des ungesetzlichen Verkaufs von Erdgas aus der Staatsreserve an private Strukturen eingeleitet. Darüber wurde die Zeitung “Delo“ von einem Informanten in der Generalstaatsanwaltschaft informiert. Ihren Worten nach wurden im Ergebnis der gemeinsamen Überprüfungen der Staatsanwaltschaft und des Sicherheitsdienstes/Geheimdienstes bedeutende finanzielle Missbräuche beim versuchten Verkauf von 1,3 Mrd. Kubikmeter Gas zu verringerten Preisen – 500 Hrywnja (ca. 50 €) für tausend Kubikmeter – festgestellt.
Nicht ausgeschlossen ist dabei, dass eben in dieser Sache der Erste Vizepremierminister der Regierung Julia Timoschenko – Alexander Turtschinow – zur Verantwortung gezogen wird. Wie der Zeitung “Delo“ bekannt wurde, hatte im Oktober 2009 der Erste Vizepremier Alexander Turtschinow ein “Waren”-Schema für die Tilgung der Schulden der NAK (Nationalen Aktiengesellschaft) “Naftogas Ukrainy” gegenüber der Staatsreserve gutgeheißen. Im weiteren verkaufte die Staatsreserve vier Unternehmen (“Walter Torg”, “Alan-Trade”, “Logistic-Invest-Group” und “Jewro Stroj Group”) das Recht von “Naftogas” 1,3 Mrd. Kubikmeter Erdgas zu fordern. Die Verträge über den Verkauf der Forderungen schloss auf Anweisung der Staatsreserve das Staatsunternehmen “Resurspostatsch” ab, welches eben im Namen der Staatlichen Reserve Auktionen zum Verkauf von materiellen Werten durchführt.
Den Informationen des Informanten nach sollten “Alan-Trade” und “Jewro Stroj Grupp” für die erworbenen Rechte 112 Mio. Hrywnja (derzeit ca. 11,2 Mio. €), “Walter Torg” 111,9 Mio. Hrywnja (derzeit ca. 11,2 Mio. €), die “Logistic-Invest-Group 110,57 Mio. Hrywnja (ca. 11 Mio. €) zahlen. Im Endeffekt kauften die Unternehmen Gas zum Preis von 500 Hrywnja pro tausend Kubikmeter, was etwa ein Viertel des Marktpreises war.
Umweltminister Nikolaj Slotschewskij, der bis dahin die Staatsreserve leitete, teilte dem Journalisten von “Delo“ mit, dass eines der vier Unternehmen dem verhafteten Ex-Stellvertreter des Leiters der Staatsreserve, Nikolaj Sinkowskij, gehörte. Slotschewskijs Worten nach hat eben er nach seinem Amtantritt die oben erwähnten Verträge für ungültig erklärt. “Ich habe in letzter Minute diesen Verkauf gestoppt, als ich auf den Posten des Leiters der Staatsreserve kam”, betonte Slotschewskij.
Im Juli hatte die Generalstaatsanwaltschaft mitgeteilt, dass sie gegen die Anordnung der Staatsreserve protestiert habe. Jedoch dabei ließen es die Vertreter des “Auges des Staates” nicht. Jetzt plant die Generalstaatsanwaltschaft alle zur Verantwortung zu ziehen, die ihre Erlaubnis für den Verkauf des Gases zu verringerten Preisen gaben. In diesem Fall ist es unvermeidlich auch den nahesten Mitstreiter Timoschenkos vorzuladen – Alexander Turtschinow. “Wir haben bereits ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und als einen der ersten rufen wir Turtschinow zur Vernehmung”, erklärte gegenüber “Delo“ ein Gesprächspartner in der Hauptermittlungsverwaltung der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine.
Olga Wassiljewskaja
Quelle: Delo
Forumsdiskussionen
Frank in Nützliche und interessante Sachen • Re: Botschaftshinweise: Onlineeintragung in die "Deutschenliste" zur Krisenvorsorge
„"§ 107 Wahlbehinderung (1) Wer mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt eine Wahl oder die Feststellung ihres Ergebnisses verhindert oder stört ..." Hat mit seinem Anliegen irgendwie gar nix zu tun na...“
Bernd D-UA in Politik • Re: Der Ukraine droht ein schmerzhafter Abschied vom Donbass
„Toleranz ist das Stichwort und im Grunde befindet er sich zum großen Teil unter Gleichgesinnten und erkennt es nicht, sehr schade, allerdings sind seine Umgangsformen etwas eingeschränkt, was ebenso...“
Bernd D-UA in Nützliche und interessante Sachen • Re: Botschaftshinweise: Onlineeintragung in die "Deutschenliste" zur Krisenvorsorge
„@tombi Die Meinung anderer zu achten ist nicht so Dein Ding, Du musst sie ja nicht teilen. Dies ist aber eine grundlegende Regel einer Diskussion, daher macht die Diskussion mit Dir wenig Sinn, offensichtlich...“
Frank in Politik • Re: Der Ukraine droht ein schmerzhafter Abschied vom Donbass
„... keine macht den Drogen ... such dir mal Hilfe“
Tombi in Nützliche und interessante Sachen • Re: Botschaftshinweise: Onlineeintragung in die "Deutschenliste" zur Krisenvorsorge
„@tombi, das Land hat andere Probleme als Dir Deine Wahlunterlagen hinterher zu tragen. Soll auch so bleiben, kostet nur unnötig Steuergelder! Soweit alles Verstanden? Aha, wieder so ein Widerling der...“
Tombi in Politik • Re: Der Ukraine droht ein schmerzhafter Abschied vom Donbass
„Handrij, ich vermute Du bist ein FSB-Agent, da ich mit Euch Moördern nicht zusammen arbeiten möchte, und mir Deine Zensur zu peinlich ist: gehe ich, ich verlasse Dich & Deine Desinformation, deine...“
Tombi in MDR • Re: Ukraine-News: Russland meldet Rückeroberung von Großteil besetzter Kursk-Region
„Wer ist eigentlich so naiv, und verbreitet immer noch putinsche Propaganda Meldungen, in diesem Forum? Ihr wisst doch genau, dass der keinen mehr hoch bekommt. Ausser Lügen stemmt der doch gar nichts...“
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„Quatsch, Kellogs muss nur Putin überzeugen, die Ukraine zu verlassen, und sein Morden einzustellen. wer schreibt diesen hinterhältige Putinschen Propaganda Artikel eigentlich, sind diese dämlich? Geht...“
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„Wohl eher umgekehrt. Putin würde es aus Angst vor amerikanischen Atomwaffen niemals wagen Alaska oder andere US-Territorien direkt anzugreifen. Von angeblicher Rechtlosigkeit der dort noch ansässigen...“
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„Mich würde es Interessieren, ob die Amis sich auch raushalten, wenn der Zwerg Alaska besetzt oder Teilbesetzt. Es könnte ja zu einem Atomkrieg kommen, wenn die Amis Truppen schicken. Sie senden anscheinend...“