Nach den jüngsten Angriffen auf linke Aktivisten der studentischen Gewerkschaft “Prjama Dija” (“Direkte Aktion”) in der Ukraine ruft “PRAVO. Berlin Group for Human Rights in Ukraine” zur Solidarität mit Opfern rechter Gewalt in der Ukraine auf. Am 19.09. findet in Berlin eine Foto-Solidaritätsaktion mit den angegriffenen Studenten vor dem Brandenburger Tor statt.
Seit dem die rechtspopulistische Partei “Swoboda” im Oktober 2012 ins ukrainische Parlament eingezogen ist, fühlen sich die rechtsextremen Gruppen in der Ukraine gesellschaftlich akzeptiert und weniger angreifbar. Auch Fälle rechter Gewalt häufen sich. Allein im vergangenen Monat fanden zwei Angriffe auf linke Aktivisten in Kiew statt. So wurde am 22.08.2013 beispielsweise Bohdan Bilezky angegriffen, ein Aktivist der Gewerkschaft „Prjama Dija“. Am 11. September wurde Pawlo Myronow, ein weiteres Mitglied der unabhängigen Studentengewerkschaft und Aktivist der Zivilbewegung „Tschesno“ („Fair“), ebenso in Kiew angegriffen. Beide wurden mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Einige dieser und anderen Übergriffe wurden nach Angaben von „Prjama Dija“ von der rechtsradikalen Gruppe „C14“ organisiert1. Auch öffentliche Veranstaltungen von linken Organisationen werden von rechtsradikalen Gruppen massiv gestört. So wurde zum Beispiel auf dem vor kurzem veranstalteten Buchforum in Lwiw am 12.09.2013 eine Buchvorstellung über Texte von Lew Trotzki des Zentrums für Visuelle Kultur durch 20 Hooligans durch neonazistische Parolen gestört. Der Ladenbesitzer sagte dem Zentrum für visuelle Kultur für weitere Präsentationen dieses Buches ab. Die Polizei, die vor Ort war, hat es abgelehnt die Hooligans zu beruhigen2.
Am 19.09. finden in verschiedenen europäischen Städten, darunter Budapest, München und Warschau, Solidaritätsaktionen statt, mit denen Menschen ihre Unterstützung für die Opfer rechter Gewalt in der Ukraine zeigen wollen. PRAVO ruft ebenso zur Solidarität auf und schließt sich mit einer Foto-Aktion in Berlin an. Diese findet am 19.09., 17:30-18:00 vor dem Brandenburger Tor statt.
Kontakt und weitere Informationen: Oleksandra Bienert, kontakt{ät}humanrightsinua.de.
Links:
1 Aktueller Bericht der Gewerkschaft „Prjama Dija“ (Englisch): http://searchlightmagazine.com/news/international-news/the-rise-of-right-wing-violence-in-ukraine
2 Pressemitteilung des Zentrums für Visuelle Kultur über die Präsentation am 12.09.2013 auf dem Buchforum in Lwiw (Ukrainisch): http://zaxid.net/blogs/showBlog.do?banderivski_diti_namagalis_zirvati_prezentatsiyu_na_20_forumi_vidavtsiv_u_lvovi&objectId=1293551


Forumsdiskussionen
Eric in Recht, Visa und Dokumente • Re: Einfuhr PKW aus Deutschland in die Ukraine
„Hallo in die Runde. Das Thema passt nicht so, aber ich habe zum Thema ukrainischer Führerschein sonst nichts gefunden. Wie ich erfahren habe, muss ich nach 2 Monaten Aufenthalsgenehmigung in der Ukraine...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„ Mal was Neues, gestern wurde der Grenzposten Uhryniw mit Drohnrn "bedroht", jedenfalls wurde der Grenzposten geschlossen. Was dann zu erheblichen Wartezeiten an den Grenzübergängen geführt hat.
Also, jetzt werde ich wohl auch noch die grenznahen Luftalarme kalkulieren müssen.
Interessant war, google maps wusste Bescheid, ich aber, mit meinen Dickkopf, bin halt doch erst mal nach Uhrymiw gefahren.
Also Luftalarm spielt jetzt zusätzlich eine Rolle.
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich habe mal sie Einreise in die UA (aus Polen), am Grenzübergang Uhryniw gemacht. Inzwischen 3 Mal am Freitagabend 21 Uhr MEZ. Nur zwei bis drei PKW, was schon gut ist. Aber der Hit ist, dort gibt es...“