Der Verkauf einer der größten Metallholdings der Ukraine, „Saporoshstal“, an russische Investoren wurde von einem Londoner Gericht blockiert, teilte Präsident Wiktor Janukowitsch am Freitag mit. Auf diese Weise versuchen die Strukturen von Rinat Achmetow, den Informationen des “Kommersant-Ukraine“ nach, die Erfüllung eines Verkaufsvertrages an den Geschäftsmann von den Besitzern der Midland Group, Eduard Schifrin und Alex Schnajder/Schneider, zu erreichen. Das vorläufige Abkommen über den Kauf von „Saporoshstal“ zwischen dem Unternehmer und der Midland Group berücksichtigend, hat er gute Chancen vor Gericht eine Rücknahme des Verkaufs der Holding an die Russen zu erreichen, meinen Juristen.
Am Freitag teilte Präsident Wiktor Janukowitsch mit, dass derzeit vor einem Londoner Gericht ein Verfahren bezüglich von etwa 50% der Aktien von „Saporoshstal“ läuft: „Gemäß der Entscheidung des Gerichts ist das Paket beschlagnahmt worden. Etwa ein Jahr lang wird es nicht verkauft“. Über Informationen über die Beschlagnahmung der Aktien von „Saporoshstal“ verfügte auch der Erste Vizepremier Andrej Kljujew.
Gestern bestätigten gleich mehrere Informanten des “Kommersant-Ukraine“, die den Aktionären von „Saporoshstal“ nahe stehen und vertraut mit dem Gang der Verhandlungen sind, die Information über die Blockade des Verkaufs der Aktien. Den Worten eines der Gesprächspartner des “Kommersant-Ukraine“ nach haben die Strukturen Rinat Achmetows und der Besitzer der Midland Group, Alex Schnajder und Eduard Schifrin (besitzen 50% der Aktien von „Saporoshstal“) einen vorläufigen Kaufvertrag unterzeichnet. „Er sieht vor, dass der Käufer eine Anzahlung in Höhe von 5% der Summe des Geschäfts überweist und der Verkäufer verpflichtet sich seinen Anteil am Aktiv zu verkaufen“, erzählte ein Gesprächspartner dem “Kommersant-Ukraine“. „Als die Angelegenheit zur Unterzeichnung des Kaufvertrages ging, da weigerte sich der Verkäufer diesen zu unterzeichnen“.
Im letzten Moment entschieden sich die Besitzer der Midland Group ihren Anteil an russische Investoren zu verkaufen, deren Kauf die russische WneschEkonomBank finanzieren soll (siehe Ausgabe des “Kommersant-Ukraine“ vom 1. Juni), teilte ein anderer Informant dem “Kommersant-Ukraine“ mit. „Grund für die Absage war das vorteilhaftere Angebot – etwa 1,7 Mrd. Dollar gegen ungefähr 1,2 Mrd. Dollar“, betonte er. „Jetzt sind die Herren Schnajder und Schifrin bereit nicht nur die Kaution zu bezahlen, sondern auch die Strafen und die Strafzinsen, was insgesamt etwa 200 Mio. Dollar ausmacht, damit die Klage zurückgenommen wird“. Doch von der Reaktion der Strukturen Rinat Achmetows ist bislang nichts bekannt, konkretisierte der Gesprächspartner des “Kommersant-Ukraine“. Bei der WneschEkonomBank verzichtete man gestern auf Kommentare.
Bislang hat die SCM (System Capital Management) Gruppe die Informationen über Gerichtsstreitigkeiten mit den Aktionären von „Saporoshstal“ zurückgewiesen: „Weder Rinat Achmetow persönlich, noch die SCM Gruppe haben Klagen gegen die Eigentümer von ‘Saporoshstal’ eingereicht“. Gestern betonte man beim Unternehmen, dass sich dessen Position nicht geändert habe. Roman Martschenko, Teilhaber der Anwaltskanzlei „Iljaschew und Partner“, nach, enthält eine Absichtserklärung oder ein vorläufiger Kaufvertrag einen Punkt darüber, dass das Aktiv innerhalb einer bestimmten Zeit nicht an dritte Personen verkauft werden kann. „Das heißt der Verkäufer hat zwei Varianten – verkaufen oder selbst behalten, doch nicht an dritte Personen verkaufen“, sagt er. „Falls dieser Vertrag abgeschlossen worden ist, gibt es alle Chancen dafür einen weiteren Verkauf für ungültig zu erklären. Falls dies geschieht, könnte man die Eigentümer von ‘Saporoshstal’ zwingen das Geschäft mit dem ersten Anwärter abzuschließen“, betont der geschäftsführende Partner der Kanzlei Astapov Lawyers, Andrej Astapow.
Alexander Tschernowalow, Oleg Gawrisch, Jakow Noskow


Forumsdiskussionen
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich habe mal sie Einreise in die UA (aus Polen), am Grenzübergang Uhryniw gemacht. Inzwischen 3 Mal am Freitagabend 21 Uhr MEZ. Nur zwei bis drei PKW, was schon gut ist. Aber der Hit ist, dort gibt es...“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?
“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“
Awarija in Ukrinform • Re: Russland attackiert erneut Grenzübergang zu Moldau in Region Odessa, Verkehr gesperrt
„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“
Frank in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Hallo julib77,
Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.
Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)
Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.
Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“