Alle Beiträge von Matthias Kaufmann

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Der Schatten der Zensur

Ich habe nicht für die Unabhängigkeit der Ukraine gekämpft. Ich habe nicht versucht, aus der UdSSR auszureisen. Ich wusste von den Häftlingen in den politischen Lagern, habe von der Führung meines Landes aber nicht ihre Entlassung in die Freiheit gefordert. Ja, ich war zutiefst beunruhigt darüber, dass in der UdSSR ...

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Die Gefährlichkeit der Mythenbildung

Heutige ukrainische Kinder wissen praktisch nichts über Lenin. Lediglich 20 bis 30 Jahre sind vergangen, und die gesamte sowjetische Symbolik hat sich in der Vergangenheit aufgelöst. Das Problem ist aber: die Unsittlichkeit ist keineswegs zusammen mit Lenin verschwunden. Die groben sowjetischen Mythen werden von den nicht weniger groben postsowjetisch-ukrainischen verdrängt.

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Donbass: Taktik anstelle einer Strategie. Was für die Reintegration der besetzten Gebiete getan werden kann

Die Anti-Terror-Operation im Donbass dauert nun schon drei Jahre an und niemand wagt vorherzusagen, wann sie enden wird. Dennoch könnte Kyjiw bereits heute Maßnahmen bezüglich einer Reintegration der Gebiete treffen.

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Proteste in Belarus und Russland. Warum schweigt die ukrainische „Revolutionsregierung“?

Am 25. und 26. März kam es in Belarus und Russland zu Protestaktionen, die wie üblich mit der Verhaftung von Aktivisten ihren Abschluss gefunden haben. Was bedeuten die Proteste in Russland und Belarus? Wozu könnten sie führen? Warum beziehen die ukrainischen Regierungsvertreter keine Position zu ihnen? Diese Fragen hat „vgolos“ ...

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Jurij Andruchowytsch: Wie sich zeigt, schreibe ich mein ganzes Leben an ein und demselben Buch

In einem Interview anlässlich der aktuellen Ukraine-Tour des Stückes „Albert, oder Die höchste Form der Todesstrafe“ – einem Projekt von Jurij Andruchowytsch und der Regisseurin Olja Myichajljuk – sprachen wir mit dem Schriftsteller darüber, warum „Albert“ sich ständig verändert, womit alles angefangen hat und was daraus geworden ist. Außerdem ging ...

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Lohnt es sich Machno zu Ehren zu marschieren? Gedanken zu dem Gerangel in Lwiw

„Wir rufen euch auf, sich dem Marsch zum Gedenken an den revolutionären Kampf des ukrainischen Volkes und seines berühmten Anführers Nestor Machno anzuschließen.“ So haben sich die Organisatoren des „Friedensmarsches“, welcher am 6. November in Lwiw stattfinden sollte, an die Bewohner der Stadt gewandt. Aus bekannten Gründen kam es jedoch ...

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Die Opferzahl des Holodomor: Wissenschaft oder Ideologie?

Auf Initiative des Nationalmuseums „Gedenkstätte für die Opfer des Holodomor“, zweier akademischer Institute und einiger zivilgesellschaftlicher Organisationen hat am 4. Oktober 2016 in Kyjiw eine Konferenz stattgefunden. Deren Ergebnissen wurden in einer Resolution verabschiedet und diese am 5. Oktober 2016 auf der Facebook-Seite der Gedenkstätte veröffentlicht, sowie einem breiten Publikum ...

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1932–1933: zwischen sieben und zehn Millionen Opfer

Als man sich Hitler nach dessen Machtergreifung Anfang 1933 in der Sowjetunion gerade erst begann näher anzuschauen, genossen die deutschen Diplomaten noch Vertrauen bei den bolschewistischen Beamten. Letztere wurde deshalb zu den Informationsquellen über die Zahl der Holodomoropfer 1932-1933 in der Ukraine, was auch in Dokumenten des politischen Archivs des ...

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"Firmen Gottes": Wie mit Religion Geld verdient wird

Pastoren handeln mit humanitär gespendeten Sachen, verteilen „Ablassbriefe“ von der Anti-Terror-Operation, koordinieren Bettler und kooperieren mit Politikern

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Warum die Ukraine um Petljura trauert und warum die ukrainischen Juden das nicht verstehen

Am 25. Mai wurde auf den Bildschirmen ukrainischer Fernsehsender eine Trauerkerze eingeblendet. Der Grund hierfür war nicht etwa, wie einige Nutzer auf Facebook meinten, der zweite Jahrestag der Wahl Petro Poroschenkos zum Präsidenten der Ukraine. Vielmehr gedachte man dem vor 90 Jahren ermordeten Symon Petljura, der führenden Persönlichkeit im Direktorium ...

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Lilija Hrynewytsch – Ministerin für Wissenschaft und Bildung: „Ich habe beschlossen, diese Herausforderung anzunehmen“

Die Ernennung von Lilija Hrynewytsch zur Ministerin für Wissenschaft und Bildung kam weder unerwartet, noch rief sie besonderen Widerspruch hervor. Hrynewytsch ist bestens mit den Problemen im Bildungsbereich vertraut (mehrmals leitete sie den Parlamentsausschuss für Bildung und Wissenschaft), kennt das Schulsystem nicht nur vom Hörensagen (sie hat darin alle Ebenen ...

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Der tatarische Hetman

Im Mai 1692 wurde die Ukraine zu einem unabhängigen Staat erklärt. Die Grundlage hierfür bildete eine Übereinkunft zwischen „seiner Durchlaucht dem Khan der ganzen Krym“ Safa Giray und dem „von Kyjiw und Tschernihiw abgetrennten Fürstentum aller Truppen Saporischschjas und des kleinrussischen Volkes“.

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Das Geschichtslehrbuch als Waffe Russlands

Es kommt also die Frage nach der Vorbereitung der Bevölkerung auf, besonders, wenn es sich um einen „ruhmreichen“ Krieg handelt. Und was sehen wir da? Die Okkupation der Krim wurde von der Mehrheit der Bevölkerung in der Russischen Föderation unterstützt. Jedoch war das nicht nur die Folge eines patriotischen ...

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Zwischen Vergangenheit und Zukunft

In der Zeit des Krieges hat der emotionale Zugang zur Geschichte endgültig den Sieg errungen – mit aufrichtiger Exaltiertheit, mit dem Zerschmettern steinerner Lenins, damit, noch die Jüngsten in Uniformen der Roten Armee zu stecken, mit dem hartnäckigen Bestreben vor der Vergangenheit zu fliehen oder bis zur Ekstase mit ihr ...

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Die wirtschaftliche EU-Integration der Ukraine, oder: wenn die Theorie nicht mit der Praxis übereinstimmt

Lange haben wir darauf gewartet: am 1. Januar 2016 tritt offiziell das Freihandelsabkommen mit der EU in Kraft, und für Besitzer biometrischer Pässe ab Mitte 2016, aller Wahrscheinlichkeit nach, die Visumfreiheit für Kurzreisen in die EU-Länder. Jedoch, die Erfahrung der letzten beiden Jahre berücksichtigend, lässt sich bereits jetzt sagen, ...

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Eine zweite und viele weitere Chancen für Obdachlose

Wera Iwanowna ist eine Vertriebene, sie siedelte vor ein paar Monaten von Gorlowka nach Kiew um und ist faktisch obdachlos. Sie ist eine intelligente Frau von sechzig mit des Optimismus beraubten Augen. Wir sprachen mit ihr im Haus für Sozialfürsorge – dem Kiewer städtischen Obdachlosenasyl, in dem Wera Iwanowna ...

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Antiterroroperation aus erster Hand: "Biker" von Aidar

Vor mir, auf der Barterrasse eines Kiewer Hotels, sitzt ein 53-jähriger Geschäftsmann aus Dnjepropetrowsk. Auf den ersten Blick ein typischer Besucher solcher Lokale. Schwer zu glauben, dass er erst vor kurzem aus dem Krieg zurück gekehrt ist. Aber das ist auch nur der erste Blick.

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Wolodymyr - mächtiger Zweig der Schuchewytschs

Ein ganzes Jahrhundert trennt uns von jenem Moment, an dem Wolodymyr Schuchewytsch, herausragender Ethnograf, Folklorist, Publizist, Pädagoge und Großvater des UPA-Kommandanten Roman Schuchewytsch (Taras Schuprynka), aus dem Leben getreten ist.

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Forumsdiskussionen

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„Mit eMail-Adresse kann ich nun sogar 4 Artikel lesen. Meckert nur rum dass das Profil unvollständig ist“

„Bin schon öfters mit dem Bus nach UA und zurück gefahren und habe auch schon 10 h in Medyka im Bus Richtung Polen verbracht. In die UA gibt es aber auch Zeiten wo es eine Schlange von Bussen gibt. Meine...“

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„Grundsätzlich ist bei der Erteilung des nationalen Visums das Ausländeramt der Ansprechpartner. Von denen hängt es ab, wie schnell das Visum erteilt wird. Man kann aber auch bereits vor der Einreichung...“

„Ich gebe Ihnen absolut recht, Frau Kleopatra - solche Verbote hätten schon viel eher kommen müssen.- Ich kann es nicht mitansehen, was die Tiere mitmachen müssen. Und in einen Zirkus geh' ich sowieso...“

„Das mit den Ölgesichtern schreibt er im falschen Kontext. Ist wohl wieder irgend ein Quark von der AfD "Am Laufen gehalten wird das Schiff durch die Maschinenmenschen, die sogenannten Ölgesichter, die...“

„Dass bei gestiegenen Export-Preisen die Nachfrage zurückgeht, wird in der ukrainischen Ökonomie übersehen. Das mit der sinkenden Nachfrage ist richtig - eine uralte wolkswirtschaftliche Weisheit, auch...“

„Während des Zweiten Weltkrieges haben die deutschen Besatzer in der Ukraine über 12.000 Rom*nija ermordet. Doch im Gedächtnis von Deutschen wie Ukrainer*innen ist dieser Völkermord kaum verankert....“