Die Verzögerung der Lizenzausgabe für Verbindungen der dritten Generation zwingen die Mobilfunkbetreiber dazu alternative Wege der Gewährung des Zugangs zum Internet zu suchen. Wenn MTS bereits in diesen Markt über die CDMA Technologie eingetreten ist, so hat sich “Kyivstar” scheinbar dazu entschieden diese Dienstleistung mit Hilfe von WiMAX zu entwickeln. Letztere Technologie ist übrigens teurer, betonen Experten.
Eines der drei Unternehmen, welches eine Lizenz im Laufe des gestrigen Wettbewerbes zur Gewährung von WiMAX Verbindungen, war der größte GSM-Netzbetreiber im Land – “Kyivstar”. Die Lizenz erlaubt es dem Unternehmen Dienstleistungen im Frequenzbereich von 5470-5590 MHz anzubieten, deren Kosten beliefen sich auf 1,14 Mio. Hrywnja (ca. 0,108 Mio. €). Ebenfalls eine Lizenz erhielten die Unternehmen “Infocom” und Novatec”.
Bei “Kyivstar” konnte man gestern nicht kommentieren, wie die Lizenz genutzt werden wird. Doch am wahrscheinlichsten ist, der Meinung von Experten nach, die Gewährung von breitbandigen Internetzugängen. “Aller Wahrscheinlichkeit nach, wird diese Dienstleistung nicht für Gespräche, sondern für die Übertragung von Daten gewährt. Dies kann ein Angebot für das Business-Segment sein, aufgrund der hohen Kosten und der Schwierigkeiten in der Nutzung wird es kaum dem Massenkonsumenten angeboten werden”, denkt der Analyst der GfK Ukraine, Gleb Wyschinskij. Die Frequenzen, die “Kyivstar” erhielt, werden nicht für Mobilfunk genutzt, stimmt der ausführende Direktor der Assoziation Wireless Ukraine, Oleg Soboljew zu. “Unter den Bedingungen der Finanzkrise versuchen viele Unternehmen in neue Segmente vorzustoßen. Außerdem ist es möglich, dass das Unternehmen die Lizenz für alle Fälle vorhält. So sind sie bereits bei der Wi-Fi Techologie vorgegangen. Sie haben eine Lizenz, doch das Unternehmen bietet keinerlei Dienste an”, betont er.
Über ein Interesse an der Entwicklung von Dienstleistungen des dauerhaften Internetzuganges redete vorher bereits der Mehrheitsaktionär von “Kyivstar”, die norwegische Telenor (besitzt 56,6%). “Der Wert der Nutzung von Breitband Internetzugängen ist in der Ukraine einer der niedrigsten – insgesamt 4%. Zum Vergleich in Osteuropa liegt er bei 15%, in Westeuropa bei 18% und in Norwegen bei 60%”, sagte früher der ausführende Vize-Präsident von Telenor, Thor Halvorsen. Daher ist man sich, seinen Worten nach, beim Unternehmen sicher, dass die Entwicklung des mobilen Internets in der Ukraine schnell vor sich gehen wird. “Am Anfang möchten wir in den Markt der Zugangsgewährung zum Internet gehen. Nachfolgend werden wir ebenfalls Fernsehen und Sprachdienste entwickeln”, betonte er.
Alternative Varianten der Gewährung von Internetzugang zu suchen, sind die Mobilfunkbetreiber aufgrund der Verzögerung der Lizenzausgabe für Verbindungen der dritten Generation gezwungen (Ausgabe des “Kommersant-Ukraine“ vom 26. Januar 2009). Im Detail ist MTS auf den Breitbandinternetmarkt über die CDMA Technologie eingetreten. “Ihrer Ansicht nach, kann WiMAX auf dem ukrainischen Markt nicht mehr als ein Nischenangebot darstellen”, sagt der Leiter der Strategieabteilung von “MTS-Ukraina”, Michail Jewtschenko. “Telefone, diemit den Standards GSM und WiMAX funktionieren, gibt es auf unserem Markt praktisch nicht. Außerdem, erfordert die Gewährleistung der Abdeckung bei Frequenzen von mehr als 5 GHz bedeutende Mittel”.
“Das Ingangbringen eines WiMAX Netzes in einer Stadt mit einer Bevölkerung von bis zu 1 Mio. Einwohner erfordert 10-15 Mio.$”, berechnete früher der Analyst der Investmentfirma “Finam”, Wladislaw Kotschetkow. “Als einzelnes Projekt rentiert sich WiMAX niemals und die Lösung des Problemes der ‘letzten Meile’ ist bereits nicht mehr aktuell – CDMA, 3G und Richtfunk sind bei weitem billiger”, stimmt der Generaldirektor der “Datagroup”, Alexander Dantschenko, zu.
Waleria Miroschnitschenko, Pawel Urussow
Quelle: Kommersant-Ukraine


Forumsdiskussionen
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?
“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“
Awarija in Ukrinform • Re: Russland attackiert erneut Grenzübergang zu Moldau in Region Odessa, Verkehr gesperrt
„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“
Frank in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Hallo julib77,
Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.
Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)
Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.
Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“
julib77 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht"
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“
Eric in Recht, Visa und Dokumente • Re: Deklaration gebrauchter Kleidung beim Zoll
„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“