Gestern wurde bekannt, dass das Oberste Gericht alle Entscheidungen der unteren Gerichtsinstanzen zurücknahm, mit denen die Gesetzeskonformität des Kaufes von 18,6% der Aktien der Geschlossenen Aktiengesellschaft “UkrTatNafta” durch Strukturen des erdölverarbeitenden Werkes – der Offenen Aktiengesellschaft “TatNeft” bestätigt wurden. Premierministerin Julia Timoschenko bewertete dies als Anerkennung des Rechtes des Staates auf 61,6% der Aktien von “UkrTatNafta”. Im Übrigen, der Meinung anderer Aktionäre nach, bedeutet die Entscheidung des Gerichtes, dass der Streit erneut von niedrigeren Instanzen untersucht werden soll. Experten merken an, dass in diesem Fall das Recht des Staates auf das strittige Paket angefochten werden kann.
Die größte Erdölgesellschaft der Ukraine die Geschlossene Aktiengesellschaft “UkrTatNafta” hat einen Anteil von 35% am ukrainischen Markt für Erdölprodukte, der Umsatz belief sich in 2007 auf 700 Mio. $. 43% der Aktien des Unternehmens gehören dem Staat (sie befinden sich unter Verwaltung der Staatlichen Gesellschaft “Naftogas Ukrainy”), 28,8% gehören dem Ministerium für Grundstücks- und Besitzverhältnisse Tatarstans, 8,6% der Offenen Aktiengesellschaft “Tatneft”, 1% der Gesellschaft mit beschränkter Haftung “Korsan” (Gruppe “Privat”). In Bezug auf weitere 18,6% der Aktien von “UkrTatNafta” werden von “Naftogas Ukrainy” und den tatarischen Aktionären Gerichtsverhandlungen geführt.
Der Meinung von Premierministerin Julia Timoschenko nach, gibt die Entscheidung des Obersten Gerichtes, welche am 18. März gefällt wurde, dem Staat das Recht auf 61,6% der Aktien von “UkrTatNafta”. “In den nächsten Tagen ernennen wir eine neue Leitung für das Unternehmen. Es ist bereits die gesetzliche Aktionärsversammlung der Krementschuger Raffinerie eröffnet worden, auf der diese Frage diskutiert wurde.”, erklärte Timoschenko. Am letzten Freitag versuchte “Naftogas” eine Aktionärsversammlung von “UkrTatNafta” in Krementschug durchzuführen: diese wurde eröffnet und zuerst auf den 18. März verlegt, danach auf den 28. März in die Repräsentanz von “Naftogas” in Kiew. Doch die Poltawaer Gebietsabteilung der Staatlichen Kommission für Wertpapiere und Börsen verfasste ein Protokoll, in dem es heißt, dass die Versammlung nicht stattgefunden hat. Bei “TatNeft” wurde die Erklärung der Premierin zurückgewiesen. In der Gerichtsentscheidung ist nicht die Rede von der Gesetzesmäßigkeit des Besitzes von 18,6% der Aktien durch den Staat, bestätigt die Leiterin des Rechtsdienstes der Keitung der strategischen Planung des Unternehmens, Maria Sawelowa: “Das Oberste Gericht kam der Berufung der Generalstaatsanwaltschaft nach und nahm alle Entscheidungen zurück, welche 2001-2002 gefällt wurden. Dabei auch das Urteil des Obersten Schiedsgerichts, welches die Gesetzeskonformität des Erwerbes von 18,6% der Aktien durch die Firmen “Am Ruz” und “Sea Group” (beide mit “Tatneft” assoziiert) bestätigte. Die Angelegenheit ist zur erneuten Untersuchung einem Gericht der ersten Instanz übergeben worden.” Auf diese Weise, ihren Worten nach, gehören die 18,6% wie vorher der tatarischen Seite und die Versammlung der Aktionäre von “UkrTatNafta” unter Teilnahme eines einzigen Aktionärs – “Naftogas Ukrainy” – kann nicht als legitim betrachtet werden aufgrund des Fehlens einer Mindestteilnehmerzahl.
Dem wird auch beim Unternehmen “Korsan” zugestimmt. “Ich kenne dieses Gericht nicht nur, ich habe diese Angelegenheit begleitet. Und zwar die Leitung von ‘UkrTatNafta’ in Person Pawel Owtscharenkos (Vorstandsvorsitzender) wandte sich an die Generalstaatsanwaltschaft mit der Bitte wegen der Rechtmäßigkeit des Erwerbes von 18,6% der Aktien durch ‘TatNeft’ Berufung einzulegen.”, teilte der Vertreter von “Korsan”, Gennadij Korban, mit. Seinen Worten nach, schickte das Oberste Gericht die Angelegenheit zur erneuten Untersuchung an das Kiewer Schiedsgericht und entschied nichts in Bezug auf die Rückgabe von 18,6% in das Staatseigentum. “Die Erklärung Julia Timoschenkos zeugt von der Flüchtigkeit ihrer Juristen in Bezug auf den Konflikt bei ‘UkrTatnafta’. Im Grunde genommen, haben sie sich nicht in das Wesen der Angelegenheit eingearbeitet und der Premierin nicht verständlich erklärt, was im Unternehmen vor sich geht.”, sagt Korban. Beim Pressedienst des Ministerialkabinetts wurde die Erklärung der Aktionäre von “UkrTatNafta” nicht kommentiert. Beim Obersten Gericht verzichtete man ebenfalls auf Kommentare.
Der leitende Partner bei Astapov Lawyers, Andrej Astapow, geht davon aus, dass, wenn das Ministerialkabinett versucht die Aktionärsversammlung von “UkrTatNafta” auf der Grundlage der Entscheidung des Obersten Gerichts durchzuführen, dann werden die Minderheitsaktionäre diese Handlungen leicht vor Gericht anfechten können. “Die Untersuchung beginnt von vorn und Berufung gegen die Entscheidung des Obersten Gerichts einzulegen, wodurch das Recht des Staats auf die 18,6% der Aktien bestätigt wird, ist juristischer Analphabetismus.”, stimmt der Partner der Kanzlei “Prawowye Partnjory”, Andrej Domanskij, zu. Der Jurist von “Peskow i Partnjory”, Gennadij Peskow, fügt hinzu, dass, wenn “Naftogas” das Stimmrecht wahrnimmt für Aktien die ihnen nicht gehören, dann kann man dies als dienstliche Fälschung bewerten.
Quelle: Kommersant-Ukraine


Forumsdiskussionen
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?
“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“
Awarija in Ukrinform • Re: Russland attackiert erneut Grenzübergang zu Moldau in Region Odessa, Verkehr gesperrt
„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“
Frank in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Hallo julib77,
Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.
Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)
Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.
Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“
julib77 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht"
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“