FacebookTwitterVKontakteTelegramWhatsAppViber

Regierung Asarow bietet Russland Beteiligung an der Modernisierung des ukrainischen Gastransportsystems an

0 Kommentare

Die Verhandlungen zur Gründung eines Gastransportkonsortiums mit Beteiligung von Russland und der Ukraine befinden sich in einer Sackgasse. Aufgrund dessen schlug Premierminister Nikolaj Asarow dem Ersten Stellvertreter des Premierministers der Russischen Föderation, Igor Schuwalow, vor, sich auf eine Beteiligung an der Modernisierung des ukrainischen Gastransportsystems (GTS) zu beschränken. Bei „Gasprom“ ist man nur unter der Bedingung einverstanden sich am Gastransportsystem zu beteiligen, wenn das Kontrollpaket der Aktien des ukrainischen GTS an „Gasprom“ geht.

Die Ukraine hat Russland vorgeschlagen eine gemeinsame Modernisierung des ukrainischen Gastransportsystem zu diskutieren, teilte gestern Premierminister Nikolaj Asarow, nach einem Treffen mit dem Stellvertreter des russischen Premierministers, Igor Schuwalow, mit. Asarow hob hervor, dass wenn das ukrainische GTS jetzt fähig ist etwa 150 Mrd. Kubikmeter Gas im Jahr nach Europa zu transportieren, dann erhöht sich nach dessen Modernisierung die Durchlassfähigkeit auf mehr als 200 Mrd. Kubikmeter im Jahr. Zusätzlich werden für die Modernisierung des ukrainischen GTS weitaus weniger Mittel notwendig sein, als für den Bau der russischen Gasleitungen nach Europa – Nord Stream und South Stream. Außerdem hat die Ukraine, Asarow nach, den Vorschlag zur Beteiligung an der Modernisierung bereits den europäischen Staaten gemacht.

Bei der NAK (Nationalen Aktiengesellschaft) „Naftogas Ukrainy“ meint man, dass die gemeinsame Modernisierung ein realistischeres Projekt ist, als die Gründung eines Konsortiums zur Verwaltung des GTS. „Wir verzichten nicht auf die Idee der Gründung eines Konsortiums und die Modernisierung könnte zum ersten Schritt in dieser Frage werden. Doch bislang ist das Projekt für Investitionen und die Modernisierung des Gastransportsystems realistischer als das Konsortium“, sagte dem “Kommersant-Ukraine“ ein Informant im Unternehmen. Ein hochgestellter Informant des “Kommersant-Ukraine“ bei „Gasprom“ erläuterte, dass das Unternehmen ausschließlich an einem Kontrollpaket der Aktien der OAO „UkrTransGas“ interessiert ist, welche das ukrainische GTS besitzt. „Wir brauchen den Besitz und nicht Management und Kontrolle. Die Ukraine bietet nur eine Beteiligung zu paritätischen Bedingungen. Wir sind bereit das Aktienpaket für Geld oder im Austausch für einen Preisnachlass beim Gaspreis zu kaufen“, präzisierte der Gesprächspartner des “Kommersant-Ukraine“.

Die OOO „Meshdunarodnyj Gasotransportnyj Konsorzium/Internationales Gastransportkonsortium“ wurde von „Gasprom“ und der NAK „Naftogas Ukrainy“2003 paritätisch gegründet. Es war geplant, dass die deutsche E.On und die französische GdF sich am Projekt beteiligen. 2004 brachte „Gasprom“ seinen Anteil am Stammkapital (17 Mio. $) ein, doch die Partner konnten sich nicht einigen, ob das Konsortium nur eine neue Gaspipeline Bogorodtschany-Ushgorod baut, worauf die Ukraine besteht oder das ganze Gastransportsystem mit einer Gesamtkapazität über 142 Mrd. Kubikmeter Gas im Jahr. Seitdem hat Russland nicht nur einmal versucht das Projekt wiederzubeleben, doch erfolglos. Die Rückkehr zur Idee des Gastransportkonsortiums mit Russland machte der neue Präsident, Wiktor Janukowitsch, sofort zu einer seiner Hauptlosungen. Jedoch erklärte die russische Seite bei den Verhandlungen im März, dass das Konsortium nicht der Preis ist, für den sie den Gaspreis für die Ukraine senken wird (Ausgabe des “Kommersant-Ukraine“ vom 26. März). Die Ukraine bestand auf einer Senkung des Preises von den jetzigen 305$ pro tausend Kubikmeter auf 168$, wie sie Belarus zahlt.

Das Mitglied des Energieausschusses der Werchowna Rada, Alexander Gudyma, bezeichnete die von „Gasprom“ angebotenen Bedingungen als äußerst unvorteilhaft für die Ukraine. „Der Verkauf des Gastransportsystems zu Russlands Bedingungen bedeutet, dass wir jährlich bis zu 1,5 Mrd. $ verlieren. In diesem Fall ist es wirklich besser auf das Konsortium zu verzichten und einfach Russland einzuladen die Modernisierung gemeinsam mit den Ländern der Europäischen Union zu finanzieren“, sagt er. Und Maxim Schein von „BrokerCreditService“ ist überzeugt davon, dass die Ukraine einen Teil von „UkrTransGas“ verkaufen möchte, doch in einer offenen Ausschreibung, bei der amerikanische Erdöl-/Erdgasunternehmen, wie ExxonMobil und ChevronTexaco, Käufer der Aktiva werden könnten. „In diesem Fall wird der Preis für das System höher ausfallen, als im Ergebnis direkter Verhandlungen mit ‘Gasprom‘“, betont Schein.

Oleg Gawrisch, Andrej Ledenew, Natalja Grib

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 634

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Vielleicht sollten Sie eine Spende in Betracht ziehen.
Diskussionen zu diesem Artikel und anderen Themen finden Sie auch im Forum.

Benachrichtigungen über neue Beiträge gibt es per Facebook, Google News, Telegram, Twitter, VK, RSS und per Mail.

Artikel bewerten:

Rating: 5.5/7 (bei 2 abgegebenen Bewertungen)

Neueste Beiträge

Aktuelle Umfrage

Wie endet der russische Angriffskrieg in der Ukraine?
Interview

zum Ergebnis
Frühere Umfragen
Kiewer Sonntagsstammtisch - Regelmäßiges Treffen von Deutschsprachigen in Kiew

Karikaturen

Andrij Makarenko: Russische Hilfe für Italien

Wetterbericht

Für Details mit dem Mauszeiger über das zugehörige Icon gehen
Kyjiw (Kiew)20 °C  Ushhorod14 °C  
Lwiw (Lemberg)12 °C  Iwano-Frankiwsk12 °C  
Rachiw11 °C  Jassinja10 °C  
Ternopil15 °C  Tscherniwzi (Czernowitz)16 °C  
Luzk16 °C  Riwne15 °C  
Chmelnyzkyj15 °C  Winnyzja16 °C  
Schytomyr16 °C  Tschernihiw (Tschernigow)18 °C  
Tscherkassy21 °C  Kropywnyzkyj (Kirowograd)21 °C  
Poltawa22 °C  Sumy19 °C  
Odessa23 °C  Mykolajiw (Nikolajew)23 °C  
Cherson23 °C  Charkiw (Charkow)23 °C  
Krywyj Rih (Kriwoj Rog)23 °C  Saporischschja (Saporoschje)23 °C  
Dnipro (Dnepropetrowsk)24 °C  Donezk27 °C  
Luhansk (Lugansk)24 °C  Simferopol18 °C  
Sewastopol20 °C  Jalta22 °C  
Daten von OpenWeatherMap.org

Mehr Ukrainewetter findet sich im Forum

Forumsdiskussionen

„Habe heute eins auf der Autobahn gesehen das ist in die Richtung gefahren. Jedenfalls nach Westen, muss dann nur irgendwo links abbiegen“

„Fragen nach der Vernunft lohnen hier nicht. Die Tage sind lang und heiß, da wuchern bei manchen schnell die Phantasien vermutlich beim Spiel mit dem Finger auf dem Globus... Wieviele ukrainische Kfz mögen...“

„Verstehe den Sinn nicht das FZ in UA anzumelden. Das drumherum kann doch kaum die daraus entsehenden Unkosten aufwiegen welche möglicherweise über Beiträge spart. Davon abgesehen ob das überhaupt möglich...“

„Ich frage mich am Ende nur, kennt Deine Frau nicht irgendjemand in Ghana, der bereits mit EU Autos handelt und die Sachlage kennt, denn am Ende willst Du ja mit Deinem Fahrzeug in Ghana ankommen. Oder...“

„Kurz und knapp, schau Dir mal nochmals meine Fragen an... unter anderem, willst Du das KFZ in die Ukraine einführen, dafür Zoll bezahlen, hier sprechen wir nicht von Centbeträgen! Anschließend kannst...“

„Eigentlich will ich mich auf diese Diskussion nicht einlassen, ob man auch andere Themata eröffnen soll/darf, außer Putin's Krieg! Dieser Krieg hat, wie bereits angemerkt auch verheerende Folgen in Afrika...“

„Und falls Du meine vorherige Aussage nicht einordnen kannst, in der Ukraine ist Krieg, da wartet ganz bestimmt keiner auf Dich mit Deinem Autoproblem.“

„ADAC BINDET SICH AN DIE PERSON NICHT AN DAS FAHRZEUG, einfach mal beim ADAC fragen.“

„Lieber OCB, dies ist ein Forum über die Ukraine und nicht über Ghana. Kurz gefasst auch kein Versicherungsvermittlungsbüro. Schon daran gedacht, dass das Fahrzeug ukrainische Fahrzeugpapiere braucht?...“

„Hallo, ich habe hier einen Mercedes Vaneo, mit dem ich von D nach Ghana fahren möchte ... Hintergrund ist, dass wir, meine Frau (Fahranfängerin) und ich in Accra einen Damensalon eröffnen und meine...“

„Bei aller Emotionalität: Man darf jetzt nicht den Fehler machen Putins Rußland mit der späten Sowjetunion gleichsetzen zu wollen. Putin hat gerade im militärischen Bereich die Gunst des Technologietransfers...“

„Flugzeugträger sind militärisch weitgehend überholt, aber ich habe das Thema ja auch nicht aufgebracht. Und ja, ich selbst war in beiden genannten Orten schon zu Sowjetzeiten und weiß daß die Russen...“

„Dieses Thema hat Putin aufgebracht, aber ohne Zeitplan und vor allem nach dem Sieg Russlands! Die Flugzeugträger waren schon vor dem Krieg in der Ukraine in Planung, aber durch die eigene wirtschaftliche...“

„Flugzeugträger sind militärisch weitgehend überholt, aber ich habe das Thema ja auch nicht aufgebracht. Und ja, ich selbst war in beiden genannten Orten schon zu Sowjetzeiten und weiß daß die Russen...“

„Was sollte ein Flugzeugträger dort auch bringen? Die Russen haben genug Landebahnen in Reichweite der Ukraine bzw. auch in der Ukraine, grundsätzlich gibt es ja auch keinen Mangel an Fluggeräten, macht...“

„...womit wir wieder beim Thema wären: Was ist so unwahrscheinlich an dem Gedanken daß Rußland so einen Träger direkt auf der Krim baut ? Werftkapazitäten dürfte es in Sewastopol oder Kertsch genug...“

„...womit wir wieder beim Thema wären: Was ist so unwahrscheinlich an dem Gedanken daß Rußland so einen Träger direkt auf der Krim baut ? Werftkapazitäten dürfte es in Sewastopol oder Kertsch genug...“

„Flugzeugträger müssten den Bosporus passieren oder in einer Werft im Schwsrzen Meer, wenn es so was gibt. Ich sage mal 0% Wahrscheinlichkeit, Propaganda.“