Die Verhandlungen zur Gründung eines Gastransportkonsortiums mit Beteiligung von Russland und der Ukraine befinden sich in einer Sackgasse. Aufgrund dessen schlug Premierminister Nikolaj Asarow dem Ersten Stellvertreter des Premierministers der Russischen Föderation, Igor Schuwalow, vor, sich auf eine Beteiligung an der Modernisierung des ukrainischen Gastransportsystems (GTS) zu beschränken. Bei „Gasprom“ ist man nur unter der Bedingung einverstanden sich am Gastransportsystem zu beteiligen, wenn das Kontrollpaket der Aktien des ukrainischen GTS an „Gasprom“ geht.
Die Ukraine hat Russland vorgeschlagen eine gemeinsame Modernisierung des ukrainischen Gastransportsystem zu diskutieren, teilte gestern Premierminister Nikolaj Asarow, nach einem Treffen mit dem Stellvertreter des russischen Premierministers, Igor Schuwalow, mit. Asarow hob hervor, dass wenn das ukrainische GTS jetzt fähig ist etwa 150 Mrd. Kubikmeter Gas im Jahr nach Europa zu transportieren, dann erhöht sich nach dessen Modernisierung die Durchlassfähigkeit auf mehr als 200 Mrd. Kubikmeter im Jahr. Zusätzlich werden für die Modernisierung des ukrainischen GTS weitaus weniger Mittel notwendig sein, als für den Bau der russischen Gasleitungen nach Europa – Nord Stream und South Stream. Außerdem hat die Ukraine, Asarow nach, den Vorschlag zur Beteiligung an der Modernisierung bereits den europäischen Staaten gemacht.
Bei der NAK (Nationalen Aktiengesellschaft) „Naftogas Ukrainy“ meint man, dass die gemeinsame Modernisierung ein realistischeres Projekt ist, als die Gründung eines Konsortiums zur Verwaltung des GTS. „Wir verzichten nicht auf die Idee der Gründung eines Konsortiums und die Modernisierung könnte zum ersten Schritt in dieser Frage werden. Doch bislang ist das Projekt für Investitionen und die Modernisierung des Gastransportsystems realistischer als das Konsortium“, sagte dem “Kommersant-Ukraine“ ein Informant im Unternehmen. Ein hochgestellter Informant des “Kommersant-Ukraine“ bei „Gasprom“ erläuterte, dass das Unternehmen ausschließlich an einem Kontrollpaket der Aktien der OAO „UkrTransGas“ interessiert ist, welche das ukrainische GTS besitzt. „Wir brauchen den Besitz und nicht Management und Kontrolle. Die Ukraine bietet nur eine Beteiligung zu paritätischen Bedingungen. Wir sind bereit das Aktienpaket für Geld oder im Austausch für einen Preisnachlass beim Gaspreis zu kaufen“, präzisierte der Gesprächspartner des “Kommersant-Ukraine“.
Die OOO „Meshdunarodnyj Gasotransportnyj Konsorzium/Internationales Gastransportkonsortium“ wurde von „Gasprom“ und der NAK „Naftogas Ukrainy“2003 paritätisch gegründet. Es war geplant, dass die deutsche E.On und die französische GdF sich am Projekt beteiligen. 2004 brachte „Gasprom“ seinen Anteil am Stammkapital (17 Mio. $) ein, doch die Partner konnten sich nicht einigen, ob das Konsortium nur eine neue Gaspipeline Bogorodtschany-Ushgorod baut, worauf die Ukraine besteht oder das ganze Gastransportsystem mit einer Gesamtkapazität über 142 Mrd. Kubikmeter Gas im Jahr. Seitdem hat Russland nicht nur einmal versucht das Projekt wiederzubeleben, doch erfolglos. Die Rückkehr zur Idee des Gastransportkonsortiums mit Russland machte der neue Präsident, Wiktor Janukowitsch, sofort zu einer seiner Hauptlosungen. Jedoch erklärte die russische Seite bei den Verhandlungen im März, dass das Konsortium nicht der Preis ist, für den sie den Gaspreis für die Ukraine senken wird (Ausgabe des “Kommersant-Ukraine“ vom 26. März). Die Ukraine bestand auf einer Senkung des Preises von den jetzigen 305$ pro tausend Kubikmeter auf 168$, wie sie Belarus zahlt.
Das Mitglied des Energieausschusses der Werchowna Rada, Alexander Gudyma, bezeichnete die von „Gasprom“ angebotenen Bedingungen als äußerst unvorteilhaft für die Ukraine. „Der Verkauf des Gastransportsystems zu Russlands Bedingungen bedeutet, dass wir jährlich bis zu 1,5 Mrd. $ verlieren. In diesem Fall ist es wirklich besser auf das Konsortium zu verzichten und einfach Russland einzuladen die Modernisierung gemeinsam mit den Ländern der Europäischen Union zu finanzieren“, sagt er. Und Maxim Schein von „BrokerCreditService“ ist überzeugt davon, dass die Ukraine einen Teil von „UkrTransGas“ verkaufen möchte, doch in einer offenen Ausschreibung, bei der amerikanische Erdöl-/Erdgasunternehmen, wie ExxonMobil und ChevronTexaco, Käufer der Aktiva werden könnten. „In diesem Fall wird der Preis für das System höher ausfallen, als im Ergebnis direkter Verhandlungen mit ‘Gasprom‘“, betont Schein.
Oleg Gawrisch, Andrej Ledenew, Natalja Grib
Quelle: Kommersant-Ukraine


Forumsdiskussionen
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?
“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“
Awarija in Ukrinform • Re: Russland attackiert erneut Grenzübergang zu Moldau in Region Odessa, Verkehr gesperrt
„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“
Frank in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Hallo julib77,
Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.
Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)
Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.
Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“
julib77 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht"
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“
Eric in Recht, Visa und Dokumente • Re: Deklaration gebrauchter Kleidung beim Zoll
„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“
Anuleb in Recht, Visa und Dokumente • Re: Seit Anfang des Jahres haben die Zollbeamten Verstöße im Wert von fast 11 Milliarden aufgedeckt
„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“