Im September hat die durchschnittliche Arbeitsentlohnung 1.964 Hrywnja erreicht, sich damit innerhalb eines Monats um 2,3% erhöhend. Das größte Wachstum bei den Löhnen wurde in Branchen festgestellt, die ihre Produktionsmengen etwas erhöhten – im Maschinenbau und im Bau. Ein weiterer Anstieg der Arbeitsentlohnung hängt vom Schicksal des Gesetzes zur Erhöhung des Mindestlohnes ab, sagen Experten.
Nach dem Rückgang der Löhne im August stieg im September die mittlere Arbeitsentlohnung um 45 Hrywnja (+2,3%) – auf 1964 Hrywnja. Der Reallohn stieg unter Einbeziehung der Inflation um 1,5% und der Einkommensrückgang der Ukrainer verringerte sich im Vergleich zum September 2008 um 0,3%, auf 11%, teilte gestern das Statistikamt mit. Zu einer positiven Besonderheit des Septembers wurde die Verlangsamung des Anstiegs der nichtgezahlten Löhne – um 59 Mio. Hrywnja, auf 1,679 Mrd. Hrywnja.
Der größte Anstieg bei den Lohnzahlungen wurde im September im Immobiliensektor (+7,4%), im Bau (+3,9%) und im Transport (+2,5%) festgestellt. Die Löhne in der Industrie stiegen um 2,2%: die geringe Erhöhung in der Metallurgie (+0,6%) und der Lebensmittelbranche (+0,3%) wurde von der hohen Dynamik im Maschinenbau kompensiert. Die Löhne in der Ausrüstungsproduktion erhöhten sich um 12,9% und im Bereich des Transportmaschinenbaus um 6,3%. Hohe Zahlungen erlaubten sich die Branchen, die in den vergangenen Monaten einen Produktionsanstieg zeigten. „Viele Maschinenbauunternehmen sind im I. Halbjahr aufgetaut und der Eingang von Aufträgen erlaubt es ihnen die Zahlungen an die Arbeiter zu erhöhen. Die gleiche Situation ist im Bau, der eine positive Entwicklung zu zeigen begann“, betonte Michail Salnikow, Analyst bei „Sokrat“.
Marktteilnehmer stimmen mit diesen Schlussfolgerungen überein. „Die Unternehmen, die sich einen Absatzmarkt sicherten, erhöhen stabil die Löhne ihrer Mitarbeiter“, sagt der Vorstandsvorsitzende der „Motor Sitsch“, Wjatscheslaw Boguslajew. „Wir erhöhen ständig die Auslastung. Das erlaubte es uns, insbesondere im letzten Monat, den durchschnittlichen Lohn im Werk um 5% zu erhöhen“, fügt der Besitzer des Nowokramatorsker Maschinenbauwerks, Georgij Skudar, hinzu. Übrigens, Marktteilnehmer bestätigen nicht alle Daten des Statistikamtes. „Unter Krisenbedingungen sinken im Gegenteil die Löhne im Immobilienbereich und gehen in den Schattenbereich. Daher ist es schwer an dieses hohe Wachstum der Löhne in diesem Sektor zu glauben“, betonte der Leiter des Ausschusses für internationale Verbindungen der Assoziation der Immobilienspezialisten, Artur Oganesjan.
Im staatlichen Sektor werden zwei Tendenzen beobachtet. Das Durchschnittsgehalt sank im Bereich der Gesundheitsversorgung (-1,5%) und der staatlichen Verwaltung (-5,1%), doch stieg es im Bildungsbereich (+9,4%) und der kommunalen Wohnungsverwaltung (+1,5%). „Am Vorabend der Präsidentschaftswahlen kündigt die Regierung die Erhöhung der Gehälter für verschiedene Gruppen von Staatsangestellten an. Wahrscheinlich ist, dass der Anstieg der Gehälter sich fortsetzen wird“, sagt Salnikow. In diesem Falle kann man bereits Anfang 2010 eine Beschleunigung des Inflationstempos erwarten, prognostiziert die Analystin Jewgenija Achtyrko von Gainsfort Research. Dabei berücksichtigen die Experten nicht die wahrscheinliche Erhöhung der Löhne infolge des Inkrafttretens des in der letzten Woche beschlossenen Gesetzes „Zur Festlegung des Existenzminimums und des Mindestlohnes“, welches deren Erhöhung bereits ab dem 1. November vorsieht. „Das Inkrafttreten dieses Gesetzes erhöht das Niveau des Durchschnittslohns, jedoch wird es sehr wahrscheinlich vom Präsidentenveto blockiert, worauf der IWF besteht“, betonte Achtyrko.
Jurij Pantschenko
Wachstumsentwicklung der Nominallöhne in den Schlüsselbranchen im Jahre 2009 im Vergleich zum Vormonat, in %
| - | Jan. | Feb. | März | April | Mai | Juni | Juli | Aug. | Sep. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Transportmaschinenbau | -17,8 | 6,1 | 8,8 | -1,5 | -0,2 | 9,4 | 2,9 | 0 | 6,3 |
| Metallbranche | -1,7 | 3,6 | 3,6 | 5,2 | -1,6 | 10,5 | 0,6 | -1,9 | 0,6 |
| Lebensmittelindustrie | -11,3 | 2,1 | 9,7 | -2,1 | 5,3 | 3,1 | 2,8 | -2,6 | 0,3 |
| Bau | -27,4 | 8,7 | 3,3 | 5,5 | 0,2 | 5,5 | 3,3 | 0,2 | 3,9 |
Quelle: Kommersant-Ukraine


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„Sie kann als Untermieterin bei Dir einziehen dadurch bildet Ihr keine Bedarfsgemeinschaft. Nur Ihr BG wird gekürzt, wie viel weiß ich nicht. Erkundige Dich mal in diese Richtung.“