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Wie kann Osteuropas Grauzone weniger grau werden?

GUAM - Georgien, Ukraine, Aserbaidschan, Moldau (Moldawien)
Die Baltische und Adria-Charta der USA als Modelle einer temporären Teileinbindung der Ukraine, Georgiens, Moldaus und Aserbaidschans in eine multilaterale Sicherheitsarchitektur.

Es verblüfft, wie klar die Reichweite internationaler Organisationen im ostmitteleuropäischen und südkaukasischen postsowjetischen Raum mit der territorialen Integrität der Staaten dieser Region korreliert. Zwei große Blöcke stehen sich in Osteuropa gegenüber: die NATO und EU auf der einen sowie die Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) und Eurasische Wirtschaftsunion (EWU) auf der anderen Seite. Heute üben eben jene vier Länder, nämlich Georgien, die Ukraine, Aserbaidschan und Moldau (GUAM), die keiner der beiden Bündnisse angehören, keine vollständige Kontrolle über ihre Territorien aus.

Demgegenüber haben solche NATO- und EU-Mitgliedsstaaten mit großen russischen Minderheiten und relativ restriktivem Staatsbürgerrecht wie Estland und Lettland einerseits beziehungsweise solche für sich genommen wirtschaftlich schwache OVKS- und EWU-Staaten wie Weißrussland und Armenien andererseits ihre international anerkannten Grenzen beibehalten. In den Regionen Bergkarabach in Aserbaidschan, Transnistrien in Moldau, Südossetien und Abchasien in Georgien sowie im Donezbecken (Donbas) in der Ukraine dagegen wurden mit direkter oder – im Falle Karabachs – indirekter Kreml-Unterstützung sechs nicht anerkannte Pseudostaaten geschaffen. Die Krim wurde einfach von Russland annektiert.

Die Aussichten auf eine baldige weitere Osterweiterung der EU und NATO sind trübe. Die UNO, die OSZE und der Europarat haben trotz klarer Äußerungen zugunsten der Ukraine und Georgiens in den letzten Jahren ihre Untauglichkeit demonstriert, das fundamentale Sicherheitsproblem der Grauzone Osteuropas zu lösen. Verschiedene ergebnislose Bemühungen zur Schaffung gesamt-osteuropäischer Sicherheitsstrukturen im letzten Vierteljahrhundert zeigen, dass letztlich nur eine Involvierung der USA Abhilfe schaffen kann. Für die politische Stabilität nicht nur West- sondern auch Osteuropas war und bleibt das Engagement Washingtons entscheidend.

Dies illustrierten etwa die Baltische und die Adria-Charta, die von den USA und verschiedenen postkommunistischen Staaten in den Jahren 1998 beziehungsweise 2003 unterzeichnet wurden. Im Gefolge des provisorischen Bündnisses mit den USA innerhalb der Baltischen Charta traten Lettland, Litauen und Estland 2004 der NATO bei. Auf dem Westbalkan hat die Adria-Charta der USA – aus Sicht der Situation 20 Jahr zuvor – geradezu Wunder vollbracht. 2009 wurden Kroatien, ein Staat, der zwei Jahrzehnte zuvor noch nicht existiert hatte, sowie Albanien, einst eine der harschesten Diktaturen Europas, Mitglieder der NATO. 2017 trat Montenegro, das knapp zwanzig Jahre zuvor von NATO-Flugzeugen bombardiert worden war, als 29. Mitglied der NATO bei. Gegenwärtig wird der NATO-Beitritt von Mazedonien und Bosnien-Herzegowina vorbereitet.

Die USA haben aus diesen und ähnlichen Erfolgen und dem Desaster des russisch-georgischen Krieges im August 2008 teilweise Lehren gezogen. Die Vereinigten Staaten unterzeichneten bilaterale Chartas über strategische Partnerschaften im Dezember 2008 mit der Ukraine und im Januar 2009 mit Georgien. Die beiden Vereinbarungen unterstützen Kiew beziehungsweise Tiflis bei der Integration in euroatlantische Strukturen, sicherheitspolitischer Kooperation sowie Vorbereitung dieser Länder auf eine NATO-Kandidatur. Diese beiden bislang bilateralen Chartas könnten – dem baltischen bzw. adriatischen Beispiel folgend – zu einer multilateralen Quasi-Allianz aller nichtaffilierten Ostpartnerschaftsstaaten mit den USA erweitert werden. Eine US-GUAM-Charta könnte während des Interregnums bis zu einer neuen EU- und NATO-Osterweiterung der derzeitigen Grauzone Osteuropas eine elementare Organisationsstruktur verleihen.

Eine solche am Vorbild der Baltischen und Adria-Charta orientierte Semikoalition der GUAM-Staaten mit den Washington würde helfen, jene Zeit zu überbrücken, bis die Grauzonenstaaten schließlich Vollmitglieder relevanter internationaler Institutionen geworden und damit tief in das internationale System eingebunden sind. Selbst eine vorsichtig formulierte amerikanische Charta mit den GUAM-Ländern hätte beträchtliche Symbolkraft. Sie würde die osteuropäische Sicherheitsarchitektur stärken sowie die Risiken weiterer Eskalation in der gegenwärtigen postsowjetischen Grauzone für Moskau erhöhen.

IRYNA VERESHCHUK ist Präsidentin des Kiewer International Centre for Black Sea-Baltic Studies and Consensus Practices, welches ehemalige Staats- und Regierungsoberhäupter verschiedener europäischer postkommunistischer Länder vereint.

ANDREAS UMLAND ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Euro-Atlantische Kooperation in Kiew und Herausgeber der Buchreihe „Soviet and Post-Soviet Politics and Society“ beim ibidem-Verlag Stuttgart, welche von Columbia University Press vertrieben wird.

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„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“

„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“

„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“

„Kein Zoll. Du musst an sich nur sagen dass das privat ist und du nicht damit handeln willst. So lange das nicht Originalverpackt ist und ersichlich das nicht neu sollte es keine Probleme geben“

„Hallo Leute, ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin mit meiner Anfrage. Ich möchte 4 Umzugskartons mit gebrauchter Straßen Kleidung bei der Einreise in die Ukraine mitnehmen. Es ist gebrauchte Kleidung...“

„Wir sind mit unserem Wohnmobil, wie geplant am Montag 15.6. in Krakovets rüber. Sehr zeitig los gegen 5 Uhr in der Früh. Mit sehr sehr wenig Verkehr, super bis zur Grenze. Nur 8 PKW vor der Schranke....“

„Gestern 6 Stunden warten vor der Grenze Richtung Polen in Krakowez mit dem Kleinbus. Abfertigung ging dann schnell da auch Passagiere mit EU-Pass dabei waren“