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Alexander Morosow: Mister Widersprüchlich

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Der Präsident ist sich selbst mal wieder treu geblieben. Nach einer Reihe öffentlicher Erklärungen über die Unumgänglichkeit einer Beschränkung der politischen Ausgabenerhöhungen im öffentlichen Budget unterschrieb er wenig später vorhersehbar das Gesetz zur Erhöhung der sozialen Standards.

Er unterschrieb, ungeachtet des Fehlens von Einnahmen zur Budgeterhöhung im Umfang von 10 Milliarden, ungeachtet der Anfrage von Regierung und IWF, gegen dieses Dokument ein Veto einzulegen.

Es stellt sich die Frage, warum vorhersehbar? Ja, die ganze Tätigkeit Wiktor Juschtschenkos auf dem Präsidentenstuhl ist zu einer Garnitur von Widersprüchen geworden und hat zur Entstehung eines ganz eigenen Systems seiner Arbeit geführt.

Politik nach Kurs – ist der Präsident heute kategorisch gegen etwas, so trifft er morgen mit einem hohen Grad an Glaubwürdigkeit die genau entgegengesetzte Entscheidung.

Denn es war unser – damals noch zukünftiger – Präsident, der 2004 Gegner der konstitutionellen Reformen war, seine Fraktion jedoch überredete, dafür zu stimmen und sich selbst am Ende der Stimmte enthielt. Er versicherte, dass die Veränderungen in der Verfassung direkt nach seiner Einführung ins Präsidentenamt erfolgen würden, um dies bald wohlbehalten zu vergessen.

Es war unser Präsident, der sich als kategorischer Gegner Julia Timoschenkos als Premierministerin gerierte, dabei zweimal ihre Kandidatur für das Amt förderte, um dann vom ersten Tag ihrer Wahl Partisanenkriege gegen sie zu organisieren.

Es war unser Präsident, der seiner Partei mehrfach die Unzweckmäßigkeit von Blockbildungen zu Parlamentswahlen erklärte und danach zweimal selbst Blöcke organisierte.

Es war unser Präsident, der es anfangs ablehnte, die Parteiführung zu übernehmen und sich völlig vom Parteileben distanzieren wollte, der sich dann aber doch entschied, sie zu führen und mit kleinsten Details zu steuern, um letztendlich selbst befördert zu den Präsidentschaftswahlen anzutreten.

Es war unser Präsident, der die Idee des Übergangs vom Mehrheitssystem zu Parteilisten hatte und dann deren Hauptkritiker wurde.

Es war unser Präsident, der dauernd die Legitimation der handelnden Koalition anzweifelte, dabei aber darauf verzichtete, seine Minister aus dieser Koalition abzuberufen.

Es war unser Präsident, der einen Freund zum Taufpaten seines Sohnes machte und dann intensiv den Entzug dessen Staatsbürgerschaft betrieb.

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Es war unser Präsident, der nicht nur eine Lektion über die Notwendigkeit eines bescheidenen Lebensstils gab, um dann in der Öffentlichkeit ausschließlich in Anzügen von „Zilli“ aufzutauchen.

Es war unser Präsident, der versprach, für jedes staatliche Amt öffentliche Wettbewerbe auszuschreiben, und am Ende von tausenden Bestimmungen nicht eine einzige überprüfte.

Es war unser Präsident, der die Notwendigkeit betonte, das Budget vor übermäßigen Ausgaben zu schützen, und gleichzeitig ein Gesetz unterschrieb, dass diese Ausgaben erheblich in die Höhe trieb.

Am Ende war es unser Präsident, der zweimal gar nicht zu den Wahlen antreten wollte, sich dann aber „überreden“ ließ. So vereinigen sich in unserem Präsidenten der aufrichtige Verzicht auf Macht und der aktive Kampf für eben diese.

Leider verstehen jene, die glauben, Juschtschenko zu einem zweiten Anlauf auf das Präsidentenamt überredet zu haben, nicht, was sie diesem damit antun. Sie können sich die tiefe Depression eines von seinem Status und seiner messianischen Rolle so tief überzeugten Menschen nicht vorstellen, wenn nach der ersten Runde der Wahlen bekannt wird, dass der regierende Präsident nur 3% erreichen konnte, dabei Timoschenko 1,5%, Jazenjuk 1% und Tjagnibok weitere 0,5% abnehmend.

Irgendwann einmal hing vom Willen des Präsidenten sehr viel ab und hätte er einen solchen gezeigt, so wäre wahrscheinlich alles anders. Heute, nach Ablauf einer fünfjährigen Enttäuschung, hat Wiktor Andrejewisch wahrscheinlich nur noch eine Chance, diesen Willen letztlich zu zeigen – im Handgemenge bleiben und sich nicht in das verwandeln, gegen das er solange gekämpft hat.

Möglicherweise muss er dafür noch eine widersprüchliche Entscheidung treffen, aber in diesem Falle wird ihm deswegen wohl kaum jemand Vorwürfe machen.

P.S. Ich erinnere mich, wie ich einmal zu einem hohen Staatsbeamten ging, um zum Geburtstag zu gratulieren. Einige Tage vor seinem Geburtstag wurde er entlassen.

Im Vorzimmer war es erstaunlich leer. Der Tisch war mit Essen und Getränken eingedeckt, aber es saß niemand daran. Der erwartete Besucherstrom ließ sich nicht beobachten – nach der Entlassung hatte sich der Kreis der „aufrichtig Wohlwollenden“ auf zauberhafte Weise verkleinert.

An diesem Tag konnten wir über all jenes ruhig sprechen, dessen Erwähnung während seiner Amtszeit nicht möglich gewesen war.

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Sehr bald wird sich auch für Wiktor Andrejewitsch die beste Möglichkeit bieten, die Aufrichtigkeit der Haltungen sowohl jener, die ihn kritisieren, als auch jener, die ihn unterstützen, zu überprüfen.

Aleksander Morosow

Übersetzer:   Stefan Mahnke — Wörter: 713

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„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“

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„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“

„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


“

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„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


“

„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“