FacebookTwitterTelegramVKontakteMail

Fahrradfahrer demonstrierten in Kiew gegen Autofahrerwillkür

0 Kommentare

Am Sonnabend führte an den Mauern der Hauptleitung des Innenministeriums, auf dem Sophienplatz in der Hauptstadt die Fahrradfahrergesellschaft Kiews die Aktion “Fahrrad(auffahr)unfall” durch, welche dem Gedenken an die Fahrradfahrer, die aufgrund der Schuld von Autofahrern starben, gewidmet war. Gegen “die Willkür auf den Straßen Kiews” protestierend, bestanden die Mitglieder der Gesellschaft auf der Notwendigkeit die Untersuchung der Umstände des Todes des 22-jährigen Alexej Baschkirzew aufzunehmen. Am 9. Juni wurde er auf der Melnikowa Straße von einem BMW überfahren, an dessen Steuer der 20-jährige Stanislaw Chomutowskij saß. Gemäß den Aussagen der Zeugen des Vorfalls, war der Fahrer des BMWs betrunken. Doch, wie die Anwältin der Familie des Verstorbenen, Tatjana Montjan, bekräftigt, fehlt der Nachweis über Alkohol im Blut in den Materialien des Strafverfahrens. Momentan ist Stanislaw Chomutowskij unter Meldeauflagen in Freiheit.

Zu der Aktion kamen 200 Menschen. Sich um das Denkmal Bogdan Chmelnizkijs mit Plakaten “Ich möchte leben” und “Mördern – Gefängnisse” versammelnd, vollführten die Fahrradfahrer eine eigentümliche Performance. Fahrräder und einig Teilnehmer der Aktion auf den Asphalt legend, markierten sie ihre Umrisse mit weißer Farbe, daneben schreibend: “Wer brachte sie um?” Der Vorsitzende der Gesellschaft, Dmitrij Alexanderow, erläuterte dem “Kommersant-Ukraine“, dass die Schuldigen an zwei weiteren Unfällen in diesem Jahr, die mit dem Tod der Fahrradfahrer endeten – am 13. April und am 8. Juni – bislang nicht gefunden wurden.

Unerwartet für die Teilnehmer der Aktion, lud die Hauptleitung des Innenministeriums Kiews ihre Vertreter mit Journalisten in das Gebäude für ein Gespräch ein. Die Ansprüche Dmitrij Alexanderows und Tatjana Montjans anhörend, verprach der Leiter der Hauptleitung des Innenministeriums, Witalij Jarema, die Untersuchungen aufzunehmen und über die erhaltenen Resultate innerhalb einer Woche zu berichten.

Die nächste Aktion der Fahrradfahrergesellschaft findet am Freitag vor den Mauern der Kiewer Stadtleitung statt, welche, ungeachtet der vielzahligen öffentlichen Erklärungen über die Einrichtung von Fahrradwegen in der Hauptstadt, bislang nicht ein entsprechendes Dokument verabschiedet hat.

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 330

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Vielleicht sollten Sie eine Spende in Betracht ziehen.
Diskussionen zu diesem Artikel und anderen Themen finden Sie auch im Forum.

Benachrichtigungen über neue Beiträge gibt es per Telegram, Twitter, VK, Facebook, RSS und per Mail.

Artikel bewerten:

Rating: 5.0/7 (bei 1 abgegebenen Bewertung)

Neueste Beiträge

Aktuelle Umfrage

Sollte Kiew nach „Plan B“ vorgehen und eine Mauer zum von Separatisten kontrollierten Donbass errichten?
Interview

zum Ergebnis
Frühere Umfragen
Kiewer Sonntagsstammtisch - Regelmäßiges Treffen von Deutschsprachigen in Kiew

Karikaturen

Andrij Makarenko: Selenskyj lässt den Dschinn aus der Flasche

Wetterbericht

Für Details mit dem Mauszeiger über das zugehörige Icon gehen
Kyjiw (Kiew)1 °C  Ushhorod3 °C  
Lwiw (Lemberg)2 °C  Iwano-Frankiwsk3 °C  
Rachiw3 °C  Jassinja1 °C  
Ternopil5 °C  Tscherniwzi (Czernowitz)5 °C  
Luzk3 °C  Riwne3 °C  
Chmelnyzkyj5 °C  Winnyzja2 °C  
Schytomyr3 °C  Tschernihiw (Tschernigow)2 °C  
Tscherkassy5 °C  Kropywnyzkyj (Kirowograd)5 °C  
Poltawa4 °C  Sumy2 °C  
Odessa10 °C  Mykolajiw (Nikolajew)7 °C  
Cherson7 °C  Charkiw (Charkow)2 °C  
Krywyj Rih (Kriwoj Rog)4 °C  Saporischschja (Saporoschje)4 °C  
Dnipro (Dnepropetrowsk)5 °C  Donezk5 °C  
Luhansk (Lugansk)5 °C  Simferopol9 °C  
Sewastopol12 °C  Jalta7 °C  
Daten von OpenWeatherMap.org

Forumsdiskussionen

„Im übrigen bin ich froh daß ich in einer Zeit leben darf in der die vergiftete Saat eines retlaw-walter "Mielke" nicht mehr aufgehen wird.“

„Ich hätte Nordstream 2 nie gebaut! Aber sie ist nicht allein das Problem, auch in der Türkei gibt es eine neue Pipeline- Merkel wird versuchen, dass die ukrainische Pipeline erhalten bleibt, aber letztendlich...“