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Die Ukraine könnte ohne Durchlaufen des Membership Action Plans in die NATO aufgenommen werden

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Gestern fanden in Tallinn informelle Konsultationen der Ukraine und der NATO statt. Die Verteidigungsminister der Mitgliedsstaaten der Allianz diskutierten den Gang der Reformen in der Ukraine, insbesondere im Verteidigungs- und Sicherheitssektor. Und obgleich den Ergebnissen der Unterredungen nach keine offizielle Entscheidung getroffen wurde, gab man der Ukraine zu verstehen, dass sie bislang nicht bereit ist für eine Aufnahme in den Membership Action Plan (MAP) der NATO. Aus Tallinn die Spezialkorrespondentin des “Kommersant-Ukraine“ Jelena Geda.

Die informellen Konsultationen der Verteidigungsminister der NATO Staaten und der Ukraine unter Vorsitz des Generalsekretärs der Allianz Jaap de Hoop Scheffer begannen in Tallinn am Mittwochabend. Im Unterschied zu den großen Gipfeln der NATO, welche praktisch die Städte während der Durchführungszeit paralysieren, wie es etwa in Bukarest (Ausgabe des “*Kommersant-Ukraine vom 4. April) der Fall war, war in Tallinn nur das Radisson SAS Hotel von verschärften Sicherheitsmaßnahmen betroffen, wo die Verhandlungen stattfanden.

Der erste Punkt im Zeitplan des Verteidigungsministers Jurij Jechanurow begann mit einem Treffen mit dem US Verteidigungsminister Robert Gates. “Der Meinung der amerikanischen Seite nach, ist unser größtes Problem das, dass die geplanten Maßnahmen zur Reform der bewaffneten Kräfte der Ukraine und die Finanzierung dieser Prozesse einander nicht entsprechen.”, erzählte später Jurij Jechanurow über den Inhalt des Gesprächs mit Gates. Dabei merkte er an, dass die amerikanische Seite dazu rät im Weiteren in die Pläne der Verteidigungsreform reale, mit den Finanzierungsmöglichkeiten der Ukraine abgestimmte Aufgaben aufzunehmen.

Im Verhandlungszimmer “Hamburg” des Hotels Radisson SAS verbrachten die Mitglieder der ukrainischen und der amerikanischen Delegation etwa 15 Minuten, wonach sie sich zu einem für die Presse nicht zugänglichen Arbeitsessen zuwandten. Bemerkenswert ist, dass nicht eines der Länder, der zu der so genannten “Koalition der Gegner einer Aufnahme der Ukraine zum MAP gehörenden, wo die Hauptvertreter Deutschland und Frankreich sind, ihren Verteidigungsminister nach Estland schickten – nach Tallinn wurden die Sondervertreter der Staaten bei der NATO geschickt.

Bis zu offiziellen Eröffnung der Konsultationen schaffte es Jurij Jechanurow ein weiteres bilaterales Treffen durchzuführen – mit Jaap de Hoop Scheffer. Nach der offiziellen Eröffnungszeremonie wurde die Diskussion in geschlossener Form fortgesetzt. Die Beratungen der Verteidigungsminister zogen sich fast drei Stunden hin und wurden in zwei Runden geteilt: in der ersten trat Jechanurow auf, in der zweiten der erste Stellvertreter des Sekretärs des Rates für Nationale Sicherheit und Verteidigung, Stepan Gawrisch. “Die Ukraine ist fraglos daran interessiert einen konstruktiven Dialog zwischen Russland, der NATO und der EU zu errichten. Dabei ruft die Initiative von Präsident Dmitrij Medwedjew zur Bildung einer neuen globalen Sicherheitsarchitektur, welche nur die Russische Föderation, die EU und die USA vereint, bei uns eine bestimmte Beunruhigung aufgrund des Ausschlusses der restliche Staaten Europas aus der Sphäre der Annahme von Beschlüssen hervor.”, erklärte Jechanurow. Er informierte die Kollegen aus den Mitgliedsländern der NATO über die Situation, in Verbindung mit dem Aufenthalt der Schwarzmeerflotte der Russischen Föderation in der Ukraine, unterstreichend, dass “im Augenblick” Russland den Forderungen der Ukraine nachkommt. “Jedoch verspüren wir praktisch keine Handlungen von russischer Seite, welche die Initiative der Ukraine ein Abkommen auszuarbeiten, welche eine Teilnahme der Schwarzmeerflotte, die zeitweilig auf dem Territorium der Ukraine ihre Basis hat, an Konflikten unmöglich machen würde.”, sagte Jurij Jechanurow.

Die Frage, die mit der Gewährung des Membership Action Planes für die Ukraine verbunden ist, verschob der Verteidigungsminister auf den Schluss. “Dieser Schritt verlangt natürlich einen bestimmten Mut beider Seiten.”, betonte er und fügte hinzu, dass der Erhalt und die Umsetzung des MAP ein langer Prozess ist, doch die Sicherheit und Stabilität benötigt die Ukraine bereits heute.

Beim Abschluss der Verhandlungen gaben die Hauptteilnehmer – Jaap de Hoop Scheffer, Jurij Jechanurow und der Verteidigungsminister von Estland, Jaak Aaviksoo – eine gemeinsame Pressekonferenz.

“Unser Treffen war nicht dem MAP gewidmet – die erste Einschätzung (Bereitschaft der Ukraine zur Aufnahme) wird von den Außenministern im Dezember abgegeben und wir haben noch nicht Dezember und wir sind nicht die Außenminister.”, versuchte de Hoop Scheffer sofort alle Fragen in Verbindung mit den nahen Perspektiven der Ukraine für den Erhalt des MAP zu unterbinden.

Die Besonderheit der Durchführung von informellen Verhandlungen, ähnlich der Talliner, besteht darin, dass ihren Ergebnissen nach keine offiziellen Entscheidungen getroffen werden. Hauptziel der Beratungen war die Analyse der von der Ukraine durchgeführten Reformen im Sicherheits- und Verteidigungsbereich. Die Bewertung, die der Ukraine von den Verteidigungsministern gegeben wurde, wird zur Grundlage der Entscheidung zur Gewährung des MAP, welche von den Außenministern der Mitgliedsstaaten der NATO im Dezember getroffen wird.

Offen über die Schlussfolgerungen wollten die Verhandlungsteilnehmer nicht reden, aber ihre Andeutungen zur Nichtbereitschaft der Ukraine waren mehr als deutlich.

“Wenn im Dezember die Aufnahme in den MAP nicht stattfindet, bedeutet das nicht, dass diese niemals gewährt wird – die Allianz wird die Vektoren verfolgen, die in Bukarest festgelegt wurden.”, beeilte sich de Hoop Scheffer die ukrainische Seite zu beruhigen.

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In der Interpretation des Verteidigungsministers der USA klang diese These etwas anders. “Wenn die Russen die Nichtgewährung des MAP für die Ukraine im Dezember als ihren Sieg auffassen, ihren sich sich gewaltig! Die Ukraine hat alles, um diesen Weg bis zum Ende zu gehen.”, sagte er, sich mehr an Moskau wendend, als an Kiew, auf einer ungeplanten Pressekonferenz.

Nach solchen Erklärungen blieb Jurij Jechanurow nichts weiter übrig, als dem zuzustimmen, dass die Bewegung der Ukraine in den MAP “schrittweise vor sich gehen muss”. “Obgleich sich mir heute der Eindruck aufdrängte, dass die Verteidigungsminister der NATO sich bereits an die Ukraine gewöhnt haben.”, bemerkte er mit einem Lächeln.

Der mangelnde Wille über den MAP zu reden, erklärt sich übrigens auch damit, dass in der NATO die Frage der Revision des MAP als unbedingten Instrumentes der Aufnahme zur Allianz untersucht wird. “Es gibt unterschiedliche Wege des Erhalts der Mitgliedschaft: einige von diesen sind direkt mit dem MAP verbunden, aber einige nicht.”, erklärte Gates unerwartet, auf diese Weise zu verstehen gebend, dass die Ukraine einen “Alternativweg” für den NATO-Beitritt nutzen könnte.

Der Präsident Estlands, Toomas Hendrik Ilves, nannte die Situation um die Aufnahme der Ukraine in den MAP “eine politische Fetischisierung”, dazu aufrufend dessen Bedeutung nicht zu überhöhen. “Wir müssen abwägen, wie wir aus der Sackgasse auf der Ebene der Programme und politischen Symbole herauskommen. Einer der möglichen Wege ist zuzugeben, dass der MAP in der Form, wie er 1999 solchen Ländern wie dem unseren gewährt wurde, veraltet ist. Die Ukraine besitzt bereits jetzt eine Auswahl an Instrumenten, welche die Verordnungen des MAP der 1999er Form übertrifft. Ich denke, dass wir dieses Akronym nicht übermäßig mystifizieren müssen und anstelle dessen mit den realen Bestandteilen unserer Beziehungen arbeiten.”, erklärte Ilves vorher, während der Beratungen.

Die Pressekonferenz kam nicht ohne Diskussion der letzten Ereignisse in der Werchowna Rada aus, insbesondere die Schlägerei zwischen Abgeordneten des Blockes Julia Timoschenko und der Partei der Regionen (gestrige Ausgabe des “Kommersant-Ukraine“). Diesen Zwischenfall nannte die NATO diplomatisch “Demokratie in Aktion”, dabei vorschlagend “Medaillen im Boxkampf (an die Abgeordneten) auszugeben”.

“Ich habe gestern das Wort ‘Überdosierung der Demokratie’ verwendet. Ich denke, dass die Szenchen aus dem Abgeordnetenleben von dem kämpferischen Geist der Ukrainer zeugen. So wenn man uns in die NATO aufnimmt, werden wir eine zuverlässige Abteilung sein – daran brauchen sie nicht zu zweifeln.”, versuchte Jurij Jechanurow zu scherzen.

“Lieber eine Überdosierung an Demokratie, als an Autokratie.”, unterstützte den Minister Jaap de Hoop Scheffer.

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 1247

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„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“

„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“

„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“

„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“