Der Präsident der Ukraine, Wiktor Juschtschenko, hat heute angemerkt, dass er nicht weiß, auf wen die Offshore-Unternehmen der Premierministerin der Ukraine, Julia Timoschenko, angemeldet sind, doch weiß er, dass sie viel Eigentum hat.
Wie UNIAN berichtet, erzählte er dies in einem Interview mit dem Radio “Swoboda”, dabei die Entscheidung des Kiewer Berufungsgerichts zu den Äußerungen Juschtschenkos kommentierend, nach denen Timoschenko Offshore-Unternehmen besitzt. Das Gericht hatte die Äußerungen Juschtschenkos als „rechtswidrig“ anerkannt.
“Ich kann noch einmal bestätigen, dass Timoschenko gemeinsam mit Lasarenko (ehemaliger Ministerpräsident der Ukraine und Gouverneur der Dnepropetrowsker Oblast, zur Zeit in den USA in Haft) Erzanreicherungskombinate besaßen und sie besaßen das größte Energieunternehmen die ‘Jedinyje Energetitscheskije Sistemy Ukrainy’, dass ihr dutzende und aberdutzende Besitztümer zugerechnet werden, aber auf wen sie ausgeschrieben sind und wie die Strafverfahren geschlossen wurden (kann ich ihnen nicht sagen) …”, sagte Juschtschenko.
Dabei erinnerte das Staatsoberhaupt an die Ereignisse des Jahres 2005, als Timoschenko, seinen Worten nach, am Anfang ihrer Amtszeit als Premierministerin mit der Bitte zu ihm kam, dass er den Befehl gibt die Ermittlungen gegen sie einzustellen.
“Timoschenko kam im Jahre 2005 mit einer Bitte zu mir: dass ich Maljarenko (dem damaligen Vorsitzenden der Werchowna Rada) Befehl gebe, das Strafverfahren über 8,6 Mrd. nichtgezahlter Steuern und Zinsen durch die ‘Jedinyje Energetitscheskije Sistemy Ukrainy’, welchen die jetzige Premierin vorsaß, einzustellen”.
“Sie bettelte darum, dass Maljarenko auf meine Bitte hin diese Sache schließt. Sie kam zu mir, vielleicht sieben mal, und danach kam Maljarenko zu mir und sagte: ‘Wiktor Andrejewitsch (Juschtschenko), schützen sie mich vor der Premierin. Ich kann zu keiner öffentlichen Versammlung gehen, da die erste Frage die ich von Timoschenko höre ist: schließen sie die Strafsache”, sagte der Präsident.
Der Präsident hob ebenfalls hervor, dass man heute schwer von der Bekämpfung der Korruption reden kann, wo die Premierministerin “in der Mitte der 90er Jahre diese Korruption geschaffen hat”.
UNIAN hatte vorher berichtet, dass der Parlamentsabgeordnete vom Block Julia Timoschenko, Andrej Portnow, erklärt hatte, dass das Kiewer Berufungsgericht am 6. Januar die Handlungen von Juschtschenko als “rechtwidrig” anerkannt hat und damit vollständig der Klage von Timoschenko gegen Juschtschenko nachkam. “Das Gericht hat die verleumderischen Angaben Juschtschenkos über den angeblichen Besitz von Offshore-Gesellschaften durch Timoschenko geprüft und die vorliegenden Angaben vollständig zurückgewiesen”, erklärte Portnow damals.
Quelle: UNIAN


Forumsdiskussionen
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„Sie kann als Untermieterin bei Dir einziehen dadurch bildet Ihr keine Bedarfsgemeinschaft. Nur Ihr BG wird gekürzt, wie viel weiß ich nicht. Erkundige Dich mal in diese Richtung.“