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Ukrainische Kohleindustrie vor "versteckter Privatisierung"

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Wie dem “Kommersant-Ukraine“ bekannt wurde, plant das Kohleindustrieministerium die Kontrolle über die interessantesten Aktiva von Unternehmen der Branche einer Reiher ukrainischer und russischer Investoren zu geben. Umgesetzt werden soll dies ohne Wettbewerb, ohne offene Auktion und ohne verlustreiche Objekte des Sozialbereiches im Austausch für Investitionen in Höhe von 557 Mio. $. Experten betonen, dass im Vorschlag des Ministeriums nicht nur der Wert dieser Objekte unterbewertet ist, sondern auch geopolitische Risiken enthält. Die Ukraine kann die Möglichkeit des Ersatzes von russischem Gas durch Kohle aus eigener Förderung verlieren.

Bereits Mitte Mai bestätigte das Kabinett der Minister die Konzeption der Reformierung der Kohlebranche, in der es heißt, dass als Hauptaspekt der Umgestaltung die Beendung des Prozesses der Privatisierung und die Erhöhung des Investitionsvolumens in der Branche erscheint. Den Worten des Kohleministers, Wiktor Poltawez, nach, sind in den letzten fünf bis sieben Jahres von den mehr als 600 Schächten, die unter staatlicher Verwaltung stehen, ein Teil verkauft worden und die restlichen Objekte sind auf der Grundlage von Holdingfirmen und Produktionsvereinigungen in einige Dutzend Staatsunternehmen zusammengefasst worden. In der Konzeption wurden 22 Auktionsposten vorgeschlagen. Ende Juni erklärte Premierministerin Julia Timoschenko, dass bereits 12 festgelegt wurden und in nächster Zeit eine offene Auktion zu deren Verkauf stattfinden könnte. Unter den zum Verkauf gestellten Schächten wurden “Wolynugol”, der “Nowodsershinskaja” und der “Nowopawlowskaja” Schacht genannt.

Übrigens, wie dem “Kommersant-Ukraine“ bekannt wurde, im Laufe der Vorbereitungen zur Privatisierung gab es Geschehnisse, über die bislang nichts mitgeteilt wurde. Dem “Kommersant-Ukraine“ liegt ein Protokoll der Konferenz zu Fragen der Anwerbung von Investitionen in der Kohlebranche vor, welches am 3. Juli im Kohleministerium angefertigt wurde. An dieser nahmen vier Stellvertreter des Kohleministers teil – Alexander Franschtschischko, Jurij Grjaduschtschij, Anatolij Korsun und Gennadij Tschobanjan und ebenfalls 12 Direktoren von Schächten sowie 17 Leiter von investierenden Unternehmenvor. Beim Pressedienst des Ministeriums der Kohleindustrie bestätigte man die Tatsache der durchgeführten Konferenz, doch die Ergebnisse wollte man nicht kommentieren. Derweil erzählte eine hochgestellter Informant im Apparat der Premierministerin dem “Kommersant-Ukraine“, dass die Konferenz auf persönliche Anordnung Julia Timoschenkos stattfand und sie bereits mit den Resultaten vertraut ist. “In nächster Zeit werden die auf der Konferenz getroffenen Beschlüsse in der Form von konkreten Entscheidungen der Regierung ausgefertigt.”, teilte der Gesprächspartner dem “Kommersant-Ukraine“ mit.

Gemäß dem Sitzungsprotokoll, wurden dort die Vorschläge der Investoren untersucht, welche Interesse an ukrainischen Kohleförderungsaktiva haben. Die Rede ging davon, den Investoren das Recht der Verwaltung der Unternehmen im Austausch von Investitionen in Höhe von 557 Mio. $ zu geben. Außerdem wurde vorgeschlagen ihnen das Vorzugsrecht zum Erwerb von Staatseigentum im Laufe der Privatisierung zu geben, ein Teil der Kohleunternehmen zu restrukturieren und aus der Ausschreibung die verlustreichen Objekte aus dem Sozialbereich herauszunehmen, welche sich in der Bilanz befinden, und die Schächte selbst ohne Ausschreibung zu übergeben.

So plant das Kohleministerium eines der größten Förderunternehmen für energieerzeugende Kohle – “Dobropoleugol” (Fördervolumen von 2,5 Mio. t im Jahr) – umzugestalten. Aus dessen bestand sollen die Schächte “Beloserskaja” (der Investor ist die zur Gruppe “Privat” gehörende Gesellschaft mit beschränkter Haftung “Ekojl”) und “Pioner” (potentieller Investor – die Offene Aktiengesellschaft “Saporoshstal”). Ein Informant bei der Gruppe “Privat” erzählte, dass in die Entwicklung des Schachtes “Beloserskaja” bereits 78 Mio. Hrywnja (ca. 10,26 Mio. €) investiert wurden und die Holding bereit ist weitere 98 Mio. Hrywnja (ca. 12,89 Mio. €) anzulegen. Der Gesprächspartner des “Kommersant-Ukraine“ erklärte, dass heute faktisch die vorläufige Zustimmung des Kollektivs des Schachtes für den Aufkauf des ganzen Komplexes durch die Holding gegeben wurde.

Auf diese Unternehmen erheben auch andere Unternehmen Anspruch. “Unser Unternehmen ist bereit diesen Schacht vollständig aufzukaufen, gemeinsam mit den Heiz- und den Sozialbereichen. Wir sind bereit jetzt 450-500 Mio. $ zu zahlen.”, sagte der Direktor des Unternehmens CoalImpex Wassilij Kononow. Der Vertreter des Generaldirektors des Mariupoler Metallkombinates namens Iljitsch, Sergej Matwijenkow, geht davon aus, dass man die Tätigkeiten des Ministeriums der Kohleindustrie notwendigerweise als Versuch der “versteckten Privatisierung” klassifizieren muss. “Wir könnten am Kauf der Mehrheit dieser Aktiva in einem offenen Wettbewerb teilnehmen. Und wenn eine derartige Privatisierung statt fände, dann, so denke ich, gelänge es die Wert der Aktiva zu vervielfachen.”, sagt er.

Zum skandalreichsten könnte der faktisch vom Kohleministerium bestätigte Verkauf zweier der größten Förderer von Anthrazit in der GUS werden: “Rowenkianthrazit” (fördert 8 Mio. t Kohle im Jahr) und “Swerdlowanthrazit” (7,5 Mio. t). Das Ministerium stimmte Investitionen in Höhe von 150 Mio. $ des größten Anthrazitproduzenten in der GUS – der russischen Geschlossenen Aktiengesellschaft “Sibirskij Anthrazit” – in diese Unternehmen zu und sprach sich dafür aus, dass zukünftig dem Investor das Vorzugsrecht für den Kauf des gesamten Vermögenskomplexes dieser Unternehmen gewährt wird. Den Worten des Analysten der Investmentfirma “Uralsib”, Kirill Tschujko, nach, ist das Interesse an den Aktiva von Seiten der “Sibirskij Anthrazit” her verständlich – nach deren Kauf wird das Unternehmen zum Monopolisten bei der Förderung von Anthrazitkohle in der GUS.

Das Mitglied des Parlamentsausschusses für Energiefrage, Oleg Sarubinskij, geht davon aus, dass das Geschäft auch geopolitisch Folgen haben wird – faktisch plante die Ukraine russisches Erdgas, welches für Wärmekraftwerke geliefert wurde, mit Anthrazit zu ersetzen. “Jetzt behält Russland die Kontrolle für die Lieferung der Energieressourcen für die Wärmekraftwerke bei.”, sagt Sarubinskij. Bei der Geschlossenen Aktiengesellschaft “Sibirskij Anthrazit” verzichtete man gestern auf Kommentare.

Die Analystin der Investmentfirma “Renaissance Capital”, Jekaterina Malofejewa, schätzt den Wert der den Investoren vorgeschlagenen Aktiva mit 4,7 Mrd. $ ein, was fast mehr als das neunfache dessen ist, als die Investoren vorschlagen. Übrigens, der Teilhaber der Anwaltskanzlei “Prawowyje Partnjory”, Andrej Domanskij, vermutet, dass die Unternehmen, welche nicht an der Verteilung der Kohleaktiva teilnehmen, wahrscheinlich die Handlungen der Regierung vor Gericht anfechten werden. “Die Handlungen des Ministeriums widersprechen direkt dem Gesetz ‘Zur Privatisierung’, was es erlaubt die Anordnung zum Vorzugsrecht der Investoren zum Erwerb der Aktiva über ein Gericht zurückzunehmen.”, stimmt der Teilhaber der Kanzlei Astapov Lawyers, Igor Tscheresow, zu.

Liste der Kohleunternehmen, welche das Kohleministerium Investoren vorschlägt

UnternehmenAm Kauf interessiertes UnternehmenArt der Veräußerung des VermögensInvestitionssumme, in Mio. $Marktwert, in Mio. $
“Makejewkaugol”“Industrialnyj Sojus Donbassa”Vorkaufsrecht20250
“Krasnoarmejskugol”UkrUgleBud”Kauf des gesamten Vermögenskomplexes70300
“Dobropoleugol”“Ekojl”, “Saporoshstal”Restrukturierung mit anschließendem Verkauf einzelner Schächte120500
“Swerdlowanthrazit”, “Rowenkianthrazit”“Sibirskij Anthrazit”Kauf des gesamten Vermögenskomplexes1501500
“Schachtjorskanthrazit”“Ilowajskij Ugol”Restrukturierung mit anschließendem Verkauf der Schächte15180
“Anthrazit”“Luk”Vorkaufsrecht50400
“Artjomowugol”“Gormetmasch”Vorkaufsrecht37350
“Luganskugol”, “Perwomajskugol”“Donugleresursy”Vorkaufsrecht40800
Schachtverwaltung namens TschapajewNPU “Mechanik”Vorkaufsrecht3050
“Lwowugol”“Lwowskaja Ugolnaja Kompanija”Kauf des ganzen Vermögenskomplexes25400

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 1177

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„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“

„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“

„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“