Wie habe ich mich schon an sie gewöhnt. An jeden Einzelnen. An die Frauen und Männer, an die Heteros und Homos, an die Blondinen und Brünetten, an die Wortstarken und Stillen. Ich weiß schon vorher, was sie zu sagen haben, kenne all ihre Gedankengänge, die fundierten und sinnlosen, über Nahrung oder andere Leidenschaften. Ich kenne sie sogar so gut, dass ich mir ihre Interviews schon gar nicht mehr angucken brauche, ob die Duelle bei Schuster oder die hitzigen Auftritte auf Versammlungen. Ich kenne auch diejenigen, die ich noch nie zu Gesicht bekommen habe, weil sie ihrem Arbeitsplatz bisher fern geblieben sind. Arbeitsplätze, die von Steuerzahlern wie mir finanziert werden.