Zu den vor einem Jahr in Minsk geschlossenen Vereinbarungen zur Ostukraine erklärt Marieluise Beck, Sprecherin für Osteuropapolitik:
Die Vereinbarungen von Minsk II sind der letzte Strohhalm, den die internationale Gemeinschaft in Bezug auf den russisch-ukrainischen Krieg in der Hand hat. Manches an dem Abkommen erinnert an Dayton vor 20 Jahren, wo mit einem unpräzisen, geostrategisch angelegten Vertrag der Krieg in Bosnien und Herzegowina beendet werden sollte, aber daraus ein nicht zukunftsfähiger und de facto gespaltener Staat entstand.
Die Vereinbarungen verlangen der ukrainischen Regierung massive Konzessionen zugunsten des Kremls und der von ihm unterstützten Kräfte ab. Doch der Schlüssel zum Frieden in der Ostukraine liegt derzeit nicht in Kiew. Der vor einem Jahr geschlossene Kompromiss baut auf den Willen Russlands zur Beilegung des Konfliktes. Doch dafür gibt es nach wie vor keine Anzeichen.
Die Warlords in Donezk und Luhansk werden fortdauernd durch den Kreml militärisch unterstützt. Die OSZE wird massiv von den sogenannten Separatisten an ihrer Arbeit gehindert. Laut OSZE sind für mehr als 90 Prozent der Fälle, in denen die internationalen Beobachter in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden, die Warlords in den selbsternannten Volksrepubliken verantwortlich. Im von Russland kontrollierten Teil des Donbass gibt es faktische No-go-Areas für die internationalen Beobachter. Dies widerspricht den Grundlagen von Minsk II. Waffenstillstand und -abzug können so nicht überwacht werden. Es sollte außerdem nicht unter den Tisch fallen, wer im vom Kreml kontrollierten Teil des Donbass sein Unwesen treibt. Rechtsextreme und Nationalisten aus russischen Neonaziorganisationen wie Rusitsch und Warjagi terrorisieren die dort verbliebene Bevölkerung.
Wer in dieser Situation den Minsker Prozess aus einer vornehmen Äquidistanz betrachten und zu business as usual mit dem Kreml zurückkehren möchte, verkennt die Lage.
Wenn Minsk überhaupt eine Chance haben soll, so sind Zeichen guten Willens von russischer Seite notwendig. Es geht um vertrauensbildende Maßnahmen und die bedeuten: Vollständiger und ungehinderter Zugang zu allen Gebieten des Donbass für die OSZE, glaubhafte Sicherung der Grenze zwischen Russland und der Ukraine, aber auch die Freilassung des unrechtmäßig in Moskau festgehaltenen Mitglieds der Parlamentarischen Versammlung des Europarats Nadija Sawtschenko.
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Forumsdiskussionen
lev in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Derzeit, ist es überall sehr voll an den Grenzen Ukraine/ Polen. Zb. Krakovets 100 PKW ca. 10 h Wartezeit. Wollen Montag rüber, versuchen es sehr früh.“
lev in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Haben noch vor der Grenze im Wohnmobil geschlafen. 600 km am Stück mit 90 km/h, da wollten wir nicht noch stundenlang an der Grenze stehen. War am Abend voll 55 PKW, laut Info. Am Montag früh gegen 10...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Der Blockposten zwischen Ustyluh und Urgyniw an der Oblastgrenze hat mich, das war jetzt aber nur einmal, auch nach 23 Uhr passieren lassen, lässt für mich den Schluss zu, auch hier ist 24/7 passierbar.“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Kann nur zum Blockposten vor USTYLUH sagen, der ist geöffnet 24/7 und der Blockposten vor URGYNIW schließt von 23.00 Uhr bis 04:00 Uhr. (Fahrtrichtung Grenze/Ausreise); Wer in Richtung Landesmitte fährt,...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ja, der Grenzübergang in Ustyluh ist echt toll geworden, ich habe letztens den Spaß gemacht und angedeutet, dass wohl jetzt die Polen eifersüchtig sind auf diese Arbeitsplätze. Die Zöllnerin hat zustimmend...“
lev in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Fahre am Sonntag nach Lwiw und will noch am späten Abend einreisen. Hat da jemand Erfahrung wegen der Wartezeiten und ist dann die Weiterfahrt wegen der Sperrstunde nicht möglich ?“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Montag letzte Woche 11 Uhr, komplett, von Schranke zu Schranke in 21 Minuten, optimal. Ansonsten für diesen Zeitpunkt 30 bis max 40 Minuten einplanen“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich schau immer bei ... ... , finde es nicht schlecht, liegt meiner Meinung nach nie KRASS daneben, DIE gemeldeten Zahlen kann man zumindest für eine seriöse Entscheidungsfindung heranziehen.“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Hallo Handrij, Bin letzten Freitag am Abend um 22 Uhr ausgereist. In 40 Minuten total, am Freitag! Ich schildere nochmals den Ablauf, damit der optimale Ablauf nachvollziehbar wird. Ankunft vor dem Grenzübergang,...“