Artikel

Kulturminister Jewhen NischtschukMeinungen & Analysen

Genetik, Kultur und Sicherheit – worin irrt sich Minister Nyščuk?

In der Ukraine gibt es, wieder einmal, einen großen Skandal. Dieses Mal geht es um die Äußerung des Kulturministers Jevhen Nyščuk. „Das zweite unsichere Moment ist die Kultur, denn sie hat die Fähigkeit, die Gesellschaft zu erziehen und zu formen. Und die Situation, die sich im Osten und Süden des Landes ergab, ist ein Abgrund des Bewusstseins – vor allem, wenn wir so viel reden über das Erbgut im Gebiet von Zaporižžja oder im Donbas – sie ist aus den Städten eingeführt. Es gibt dort keinerlei Erbgut“, erklärte Nyščuk, die Frage beantwortend, warum die ukrainische Kultur so langsam in den ukrainischen Osten vordringt. So also, mit einer leichten Handbewegung, warf der Minister ein paar Millionen Ukrainer in irgendwelche „Abgründe des Bewusstseins“, wo sie, gezeichnet schließlich durch ihre genetischen Merkmale, auch hingehörten. Kein Wunder, dass die sozialen Netzwerke vor Empörung platzten, weswegen sich Nyščuk dann zu einer Entschuldigung genötigt sah. Wo nun also irrte der Minister – und wo hatte er recht?

Stalinwerbung auf BusMeinungen & Analysen

Die Rechtfertigung des Bösen

Dass wir fremde Verbrechen verschweigen und verleugnen, heißt, dass die Rede von etwas für den Menschen Unzumutbarem ist. Aber in dem wir sie anerkennen und rechtfertigen, sagen wir uns von allen moralischen Tabus los.

Pjotr Poroschenko und Arsenij JazenjukPolitik

Wer solche Verteidiger hat, braucht keine Feinde mehr

Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr wurden Neuwahlen zur Werchowna Rada eines der wichtigsten Themen in der ukrainischen Politik. Im Februar und März, als sie Arsenij Jazenjuk aus dem Ministerpräsidentensessel herausdrängten, waren Neuwahlen wohl das Hauptmittel, um Druck auf die “Volksfront” auszuüben. Jetzt – wo es gerade nicht nötig ist, Druck auf irgendjemand speziellen auszuüben, sondern wo man nur der Situation Schwung geben will angesichts der Abgabenlast, der skandalösen elektronischen Erklärungen und des Wechsels in der Verwaltung in den USA – jetzt kehrt das Thema Neuwahlen zurück. Und es kehrt zurück in genau derselben Verpackung.

Meinungen & Analysen

Moderne Mythologie

So wird es auch in Russland passieren. Dass da Platz für einen Alexander Dugin oder einen Strelkow-Girkin sein wird, glaube ich eher nicht.

Michail Saakawschwili und David Sakwarelidse beim YES-ForumPolitik

Land der Träumer: Vom naiven Glauben der Ukrainer an einen mechanischen Export von Reformen

Die völlige Umverteilung der Macht war eine der Hauptforderungen des Maidans. Genau darum, um den Anfragen der Gesellschaft zu entsprechen, fanden 2014 vorzeitige Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Im Zuge des revolutionären Aufstandes und, was nicht weniger wichtig ist, unter den Bedingungen der hybriden russischen Aggression errangen die demokratischen proukrainischen und proeuropäischen Kräfte den Sieg, die früher gerade so die relative Mehrheit hatten und mit dem ziemlich einflussreichen porussischen Lager in der Form der Partei der Regionen und ihrer kommunistischen Satelliten konkurrierten.

Olesja Ostrowska-LjutaInterview

Olesja Ostrowska-Ljuta: Dem Kunst-Arsenal ist es zu wenig, nur Schönes und Angenehmes zu zeigen

Olesja Ostrowska-Ljuta leitet bereits mehr als vier Monate das „Kunst-Arsenal“. Davor wirkte sie im Rinat-Achmetow-Fond „Entwicklung der Ukraine“, in der Stiftung „Zentrum für Gegenwartskunst“ [der Soros-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Mohyla-Akademie], aber auch als stellvertretende Kultusministerin. Die Ausstellungen „Ephemeroide“ [Vorübergehende] und „Horizont der Ereignisse“, die im „Kunst-Arsenal“ laufen und bereits am 27. November enden, waren die ersten Großprojekte nach der Ernennung Olesjas zur Direktorin.

Machno-Friedensmarsch in LwiwMeinungen & Analysen

Lohnt es sich Machno zu Ehren zu marschieren? Gedanken zu dem Gerangel in Lwiw

„Wir rufen euch auf, sich dem Marsch zum Gedenken an den revolutionären Kampf des ukrainischen Volkes und seines berühmten Anführers Nestor Machno anzuschließen.“ So haben sich die Organisatoren des „Friedensmarsches“, welcher am 6. November in Lwiw stattfinden sollte, an die Bewohner der Stadt gewandt. Aus bekannten Gründen kam es jedoch nicht dazu, gleichwohl aber blieben einige Fragen offen. Es ist interessant, wie aufrichtig die Veranstalter des Marsches Machno ihre Ehre erweisen wollten. Oder kann es sein, dass der Geburtstag von Nestor Iwanowytsch nur als Vorwand dienen sollte, die Veranstaltung dem 99. Jahrestag der Oktoberrevolution „unterzuschieben“? Natürlich ist das eine rhetorische Frage. Aber ob Nestor Machno einen Platz im Pantheon der ukrainischen Helden verdient hat – darüber lässt sich in der Tat nachdenken.

Maidan Kyjiw Januar 2014Gesellschaft

Auf dem Maidan habe ich unsere polnische Geschichte besser verstanden. Bekannte Polen erinnern sich an den ukrainischen Euromaidan

Am 21. November 2013 begannen im Zentrum Kyjiws jene Vorgänge, die später „Revolution der Würde“ oder Euromaidan genannt wurden. An den Protestaktionen, die zum Niederschießen des friedlichen Aufstandes und zur Flucht des Präsidenten Wiktor Janukowytsch führten, nahmen außer den Ukrainern Vertreter anderer Nationalitäten teil. Wir haben die Erinnerungen von Polen aufgenommen, die aus beruflichen oder privaten Gründen während der Revolution der Würde auf dem Maidan waren.

Karikaturen

Andrij Makarenko: PrivatBank

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Leserkommentare

Alex Alexandrewitsch in Die Krim im Tausch gegen alles

«Das russische volk ist stolz, es verlässt sich nur auf sich selber, einmal hatten sie, die selben Situation wie heute in...»

«Eine kluge und weitsichtige Aussage zur aktuellen Lage. Zu mehr Hilfe für die Ukraine werden sich die wohlgenährten, vor...»

«Sir, as an ingenieur how did you become a bilionair? The former presidents son was a dentist. I think "your kind" is the...»

«wow...noch nie so viel bullshit in einem Text gelesen. Wie wäre es mal zu formulieren WARUM es zerbrechen würde? ein paar...»

«Zerfall Russlands ? Träumen Sie weiter ! Vielmehr droht der Ukraine noch mehr Chaos !»

«Ich finde den artikel sehr interessant. 1st was sagen die 5 millionen ukrainischen Staatsbürger die in Russland arbeiten...»

«womit bewiesen ist das der Glaube zumindest den Erdgasbedarf decken kann.»

Torsten Lange mit 24 Kommentaren

Wolfgang Krause mit 22 Kommentaren

Jusstice For All mit 17 Kommentaren

E Siemon mit 16 Kommentaren

stefan 75 mit 15 Kommentaren

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Anatole mit 11 Kommentaren

SorteDiaboli mit 10 Kommentaren

Dirk Neumann mit 9 Kommentaren

hanskarpf mit 8 Kommentaren