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Vertreter des "Nationalen Exit Polls" gibt Fehler zu

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Der Präsident des Internationalen Soziologieinstitutes Kiew, Walerij Chmelko, erklärt den systematischen Fehler beim “Nationalen Exit Poll” mit der Umgestaltung der Wahlkreise und den fehlenden Informationen über die wahren Größen.

Wie er in einem Kommentar mit der Wochenzeitung Serkalo Nedeli sagte, “hat uns die Umgestaltung der Wahlkreise hereingelegt. Die zufällige Auswahl von Wahllokalen in den Oblasten funktioniert gut, wenn die Wahlbereiche sich nicht sehr von einander unterschieden. Wir hatten alte Angaben zur Wählerzahl. Die Mitarbeiter, welche die Auswahl vorbereiteten, haben eben dies benutzt. Und sie waren überzeugt davon, dass die Angaben übereinstimmen. Doch sie taten es nicht”, konstatierte der Soziologe.

Seinen Worten nach wurden die Forscher von der Disbalance der Auswahl in den unterschiedlichen Regionen der Ukraine getäuscht.

“Wahrscheinlich hat uns eine gewisse Selbstüberschätzung betrogen und die fehlende Kontrolle, die man niemals als überflüssig ansehen sollte. Derart erwies sich beispielsweise der Anteil der Wähler aus den westlichen Regionen bei allen Abstimmenden in unserer Auswahl um 1,7% höher. Dort ist die Wählerschaft von Timoschenko. Besonders litt die südliche Region, wo der Anteil der Auswahl an der Wählergesamtheit 26,6% sein sollte, doch bei uns war er nur bei 21%. Und dort liegt bekanntlich die Domäne von Janukowitsch”, betonte Chmelko.

Er meinte, dass die Organisatoren und Berater des “Nationalen Exit Polls” ihren Fehler zugeben müssen.

“Tatsächlich müssen wir den Fehler zugeben. Für uns ist es kein politischer Kampf, sondern eine Möglichkeit unsere Methodik zu überprüfen. Wir haben dies getan und irrten uns. Das ist unangenehm, doch in diesen Fällen rufen die Automobilhersteller ihre Produkte zurück und rüsten sie um”, sagte Chmelko.

Wie UNIAN mitteilte, hatte Wiktor Janukowitsch gemäß den Angaben des Nationalen Exit Polls 31,3% der Wählerstimmen erzielt, Julia Timoschenko 27,1%. Gegen alle stimmten dabei 2,8% der Wähler und die statistische Abweichung betrug 1,3%.

Den Ergebnissen der Zentralen Wahlkommission nach Verarbeitung von 100% der Protokolle der Wählerkommission nach stimmten 35,32% der Wähler für Janukowitsch und 25,05% für Timoschenko.

Nach der Veröffentlichung der Resultate am 17. Januar hatte Timoschenko erklärt, dass die Daten der Mehrzahl der Exit Polls gefälscht sind, da sie Auftragswerke sind und man nur dem Exit Poll des “Nationalen Exit Polls” vertrauen darf. Vertreter der Partei der Regionen hatten ihrerseits den “Nationalen Exit Poll” als “gekauft” bezeichnet.

Organisatoren des “Nationalen Exit Polls 2010” sind der Fonds “Demokratische Initiativen”, das Kiewer Internationale Institut für Soziologie und das Zentrum für ökonomische und politische Forschungen namens Rasumkow.

Quelle: UNIAN

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 423

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