Durch die Bemühungen der „starken Führung“ kehrt die Ukraine zurück zum Feudalismus. Es ist praktisch nicht möglich, sich aus dem Plebs in die Aristokratie hervorzuarbeiten. Doch im Unterschied zum Mittelalter werden die Ukrainer nicht mehr vom Glauben an die Umkehrung der Rollen im Jenseits geleitet.
Das Wachstumstempo des Jahresdurchschnittslohnes der Ukrainer überstieg im Juli fast um 5 Prozent die Inflation, die zum ersten Mal seit Anfang des Jahres im Rückgang begriffen ist. Jedoch sind spürbare Lohnerhöhungen um 12-14 Prozent lediglich in Landwirtschaft und im Finanzsektor zu verzeichnen. Das Wachstumstempo der Arbeitslöhne in anderen Branchen erwies sich als niedriger und dessen Beschleunigung ist unwahrscheinlich, geben Experten zu.
Die Arbeitslosigkeit nimmt ab, doch auf das Wachstum der Löhne wirkt sich das so gut wie gar nicht aus. Die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt ist zu groß. LB.ua (Lewyj Bereg) hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, ob Niedriglohnarbeit der Ukraine auf die Beine helfen wird, oder nicht.
Heute wurde auf der Seite des Präsidenten der Ukraine die langgeforderte Deklaration der Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Jahres 2009 veröffentlicht.
Im September hat die durchschnittliche Arbeitsentlohnung 1.964 Hrywnja erreicht, sich damit innerhalb eines Monats um 2,3% erhöhend. Das größte Wachstum bei den Löhnen wurde in Branchen festgestellt, die ihre Produktionsmengen etwas erhöhten – im Maschinenbau und im Bau. Ein weiterer Anstieg der Arbeitsentlohnung hängt vom Schicksal des Gesetzes zur Erhöhung des Mindestlohnes ab, sagen Experten.
Das staatliche Komitee für Statistik veröffentlichte Zahlen zu den ausstehenden Löhnen und Gehältern nach Regionen geordnet. Diese unterscheiden sich zum Teil erheblich von den Zahlen mit denen die Regierung Timoschenko bei ihren Auftritten in der Presse argumentiert.
Die Ukrajinska Prawda veröffentlichte heute Kopien der Deklaration Julia Timoschenkos über das von ihr im letzten Jahr erzielte Einkommen und die Vermögenswerte über die sie verfügt.
Das Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik ruft die Arbeitgebervereinigung dazu auf Maßnahmen zur Zahlung der ausstehenden Löhne und Gehälter zu ergreifen.
Das ukrainische Komitee für Statistik veröffentlichte gestern die offiziellen Lohndaten für den Februar 2009. Demnach verdiente der durchschnittliche Ukrainer 1.723 Hrywnja (im Februar ca. 164 €).
Das Staatliche Statistikamt hat im August einen scharfen Fall der Reallöhne festgestellt – um 2,8% im Vergleich zum Juli. Die größten Verringerungen wurde in der Industrie, im Finanzsektor und im Immobilienbereich festgestellt. Das sind die ersten Folgen der Finanzkrise, sind sich Experten einig. Jetzt erwarten sie eine Verschlechterung der Situation. Im Übrigen kann die Einführung der dritten Etappe eines einheitlichen Tarifnetzes schon ab dem 1. September eine Verringerung der Nominallöhne bremsen.
Von Januar bis Juli stiegen die Nominaleinkommen der Bevölkerung der Ukraine um 44,8% im Vergleich mit der analogen Periode des Vorjahres. Darüber informierte das Staatliche Komitee für Statistik.
Der globale Preisanstieg droht die Anzahl der Armen in der Ukraine zu erhöhen, erklärte heute der Koordinator der UNO System in der Ukraine Francis O`Donnell.
Gestern veröffentlichte die Weltbank die Studie “Armut in der Ukraine, überarbeiteter Bericht”. In dieser heißt es, dass die Verringerung des Armutsniveaus in der Ukraine eine der schnellsten in den Ländern mit Transformationsökonomien ist.